Olympia Gala für Muhammad Ali in London

Gala für Muhammad Ali in London (Foto)
Gala für Muhammad Ali in London Bild: dpa

London - Muhammad Ali wurde in London mit einer Ehren-Gala gewürdigt. Nächster Auftritt der Box-Ikone könnte bei der Olympia-Eröffnung im Londoner Olympiastadion sein.Bei der Gala zu seinen Ehren war Muhammad Ali der Kleinste.

Verdeckt von Stars und Sternchen saß die Box-Ikone im Festsaal des Victoria and Albert Museums und wurde von der versammelten Prominenz um Boris Becker, Bob Geldof und Lewis Hamilton gefeiert.

Per Rollstuhl wurde Ali in den Saal des Victoria and Albert Museums gefahren, die einst so feurigen Augen hinter einer schwarzen Sonnenbrille versteckt. Bei der vorolympischen «Sports for Peace»-Gala wurde der 70-Jährige - schwer gezeichnet von seiner Parkinson-Erkrankung - am Mittwochabend für sein Lebenswerk gewürdigt. Seine Ehefrau Lonnie, die auch das Muhammad Ali Kulturzentrum in Louisville/USA promotet und emsig Spenden einnimmt, sprach für ihn: «Muhammad ist so überwältigt.» Ali blätterte derweil im Abendprogramm.

Zu Olympia zieht es die Sportpromis aus aller Welt nach London. Da darf auch Ali nicht fehlen. «Er ist der größte lebende Sportler. Er hat im Englischen so einen Spitznamen: GOAT - Greatest of all Time - und das trifft zu», sagt Wimbledon-Champion Becker. Musiker Bob Geldof erinnert sich daran, wie er sich als junger Kerl in Irland nicht die Bohne für Sport interessierte. «Aber dann sah ich diesen Mann durch den Ring tanzen, bei dem alle Mädchen dahinschmolzen.»

Box-Weltmeister Wladimir Klitschko, wie Becker und Geldof Laudator zu Alis Ehren, sagt: «Ali macht aus, dass er im Ring eine Kombination aus perfektem Trash-Talking und Leistung war. Diese Kombination hat nur er geschafft. Das finde ich super.» Die umtriebige Lonnie freute sich und kündigte scherzhaft an: «Den Weltmeister Wladimir knöpft sich Muhammad nachher noch vor.»

Ali war schon am Dienstag auf einem Festabend in London. Zeitungsfotos zeigten ihn im Rollstuhl neben Glamour-Kicker David Beckham. Und Alis London-Aufenthalt könnte andauern: Es halten sich die Gerüchte, dass er auch bei der Eröffnungsfeier am Freitag einen Part übernimmt, womöglich eine Parade von Sport-Legenden anführt.

Bei dem «Sports for Peace»-Nobel-Abend mit anschließender Versteigerung von ungetragenen Angelina-Jolie-Ohrringen und einer Becker-Tennisstunde («Ort und Zeit werden innerhalb von zwei Jahren festgelegt») kosteten die Tischplätze von 2200 Pfund (2800 Euro) an aufwärts. Für einige Tausender mehr wurde im Paket explizit ein Foto mit Ali inklusive angeboten.

Aber manch einer nutzte einfach die Chance für Handy-Fotos: Eine Blondine hielt ihren Kopf neben den an seinem Tisch verharrenden Ali - Alis Tischnachbarin drückt ab mit dem Handy. Als der nächste kommt, zuckt Ali. «Er mag es nicht, wenn man ihm zu nahe kommt», ruft Lonnie von der Bühne.

Olympia und Ali passt natürlich zusammen: 1960 in Rom gewann er noch als Cassius Clay Gold. Jene Medaille, die er später wegen der Rassendiskriminierung in seiner Heimat in den Ohio River warf. Und 1996 in Atlanta war Alis Entzünden des olympischen Feuers ein Gänsehautmoment für ein TV-Millionenpublikum.

Internetseite zu der Gala

news.de/dpa

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