Olympia Unger kritisiert Olympia-Start früherer Doping-Sünder

Ulm - Der deutsche Sprinter Tobias Unger hat kritisiert, dass frühere Doping-Sünder bei Olympischen Spielen wieder starten dürfen.

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Unger kritisiert Olympia-Start früherer Doping-Sünder Bild: dpa

«Ich persönlich finde die Regelung unglücklich, dass man Leute nach einem Dopingvergehen wieder bei Olympischen Spielen laufen lässt», sagte der 33-Jährige der Ulmer «Südwest Presse». «Der lebenslange Olympia-Bann wurde vom Internationalen Sportgerichtshof CAS ja wieder gekippt. Dabei geht es doch gerade bei Olympia immer auch um Fairplay und Vorbildfunktion.»

Der siebenfache deutsche Freiluft-Meister über 100 und 200 Meter argumentierte, dass «die Abschreckung auf jeden Fall größer wäre, wenn man jemandem im Fall des Falles verbietet, an Olympia teilzunehmen. Der Start bei den Spielen steht für jeden Athleten über allem.»

Der für den VfB Stuttgart startende Sprinter wird in London zumindest in der deutschen 4 x 100-Meter-Staffel mitlaufen und damit an seinen dritten Olympischen Spielen teilnehmen. Dass auch frühere Doping-Sünder wie Dwain Chambers (Großbritannien) oder Justin Gatlin (USA) dabei sein werden, stört Unger jedoch. «Ich kenne Justin inzwischen wirklich ganz gut», sagte er. «Er ist eigentlich ein super netter Kerl - wäre da nur nicht dieser starke Kratzer im Lack. Deshalb sollten Leute wie er in London zuschauen. Die werden ja zu den großen Meetings eingeladen und können auch dort Geld verdienen.»

news.de/dpa

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