Fußball Beckenbauer und Niersbach wehren sich - «Sauber»

Frankfurt/Main - Franz Beckenbauer hat sich erneut gegen die Andeutungen von FIFA-Boss Joseph Blatter gewehrt, bei der Vergabe für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 sei es nicht mit rechten Dingen zugegangen.«Klarstellung: Das Abstimmungsergebnis für die WM 2006 war 12:11 (nicht 10:9) und die enthaltene Stimme war schriftlich Deutschland zugesichert», twitterte der «Kaiser».

Beckenbauer und Niersbach wehren sich - «Sauber» (Foto)
Beckenbauer und Niersbach wehren sich - «Sauber» Bild: dpa

Wolfgang Niersbach, der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), sprach auf «Sky Sport News HD» von «komischen Nebelkerzen» des FIFA-Präsidenten und meinte: «Wir haben da sauber gearbeitet.»

In einem Interview der Schweizer Boulevardzeitung «SonntagsBlick» hatte Blatter von Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe im Juli 2000 gesprochen. «Gekaufte WM... Da erinnere ich mich an die WM-Vergabe für 2006, wo im letzten Moment jemand den Raum verließ. Und man so statt 10 zu 10 bei der Abstimmung ein 10 zu 9 für Deutschland hatte. Ich bin froh, musste ich keinen Stichentscheid fällen. Aber, na ja, es steht plötzlich einer auf und geht. Vielleicht war ich da auch zu gutmütig und zu naiv», sagte Blatter. Auf die Nachfrage, ob er vermute, dass die WM gekauft worden sei, antwortete der FIFA-Boss: «Nein, ich vermute nichts. Ich stelle fest.»

Der DFB hatte sich am Sonntag umgehend gegen «völlig nebulöse und haltlose Andeutungen» (Generalsekretär Helmut Sandrock) gewehrt. Beckenbauer erinnerte daran, dass die Abstimmung in Zürich 12:11 für Deutschland ausging und nicht 10:9. Der inzwischen verstorbene Neuseeländer Charles Dempsey hatte vor der Abstimmung den Saal verlassen. Bei einem Patt hätte Blatters Stimme gezählt. Der FIFA-Präsident stand damals auf der Seite Südafrikas, das dann vier Jahre später den Zuschlag für die WM 2010 erhielt. Das Exekutivkomitee war damals das Abstimmungsgremium.

news.de/dpa

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