Arbeitslose Profis Diese Spieler suchen noch einen Job

Von news.de-Redakteurin Ulrike Bertus
Vertrag ausgelaufen - und nun? Die Liste vereinsloser Fußballer alleine in Deutschland ist lang. Darunter auch große Namen wie Michael Ballack, Hans Sarpei und Tim Borowski. Wir zeigen, wer noch einen Verein sucht und blicken auf die Karrieren der Spieler zurück.

Sommerpause bedeutet für die meisten Profi-Fußballer: Urlaub, bevor es in die anstrengende Saisonvorbereitung geht. Aber nicht für alle Spieler ist diese Zeit Erholung. Manche sind immer noch auf der Suche nach einem Klub - ihnen droht die Arbeitslosigkeit. Und manchmal sogar das unfreiwillige Karriereende.

Der berühmteste Vereinslose ist zurzeit wohl Michael Ballack. Zwar ist er durch Werbung allgegenwärtig, als Spieler auf dem Platz aber nicht zu sehen. Der Vertrag bei Bayer Leverkusen: ausgelaufen. Die Gerüchte, er wechsele zu Red Bull Salzburg: falsch. Der Marktwert von drei Millionen ist recht hoch, das Alter des ehemaligen Nationalspielers aber auch: 35 Jahre. Man darf gespannt sein, wohin es Michael Ballack verschlägt - oder ob er das Karriereende einläutet und sich anderen Aufgaben widmet.

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Der Sachse befindet sich aber in guter Gesellschaft. Auch das ehemalige Werder-Aushängeschild Tim Borowski sucht einen neuen Verein. 15 Jahre spielte der 32-Jährige für die Hanseaten, wechselte aus der Jugend in die Profimannschaft und gewann mit dem Klub 2004 das Double. Nun steht er womöglich vor dem Karriereende, weiß noch nicht, wie es weitergehen wird. Seine Internetpräsenz funktioniert schon nicht mehr.

Jünger als Tim Borowski ist Christian Lell. Mit 27 Jahren steht er vor zwei Problemen: er hat keinen Verein - weshalb er in dieser Liste überhaupt auftaucht - und hat sich nicht unbedingt für höhere Aufgaben empfohlen. Der ehemalige Herthaner gilt als Problemprofi, legte sich mit Michael Ballack an und würde zu seinem aktuellen Verein erst einmal fünf Spiele Sperre mitbringen - Lell soll beim Relegationsspiel der Hertha gegen Fortuna Düsseldorf Tätlichkeiten begangen und den Schiedsrichter beleidigt haben.

Thomas Hitzlsperger hingegen war und ist das, was man einen Vorzeigeprofi nennen kann. Bei Aston Villa in der Premier League wurde er schnell Publikumsliebling, in seiner Freizeit setzt er sich für HIV-kranke Kinder in Afrika und gegen Rassismus ein. Bei seinem bisher letzten Verein, VfL Wolfsburg, bat er vorzeitig um Vertragsauflösung - obwohl er bis 2014 hätte bleiben können. Wohin er geht? Unbekannt. Mit 28 Jahren ist aber auf jeden Fall noch Luft bis zum Karriereende.

Auch der 30-jährige Andreas Hinkel sucht noch. Der ehemalige Nationalspieler, Ex-Stuttgarter und Ex-Freiburger bekam bei den Breisgauern keinen neuen Vertrag. Auf seiner Internetseite ist aber noch alles in den Farben der Freiburger gehalten.

Florian Kringe, der ehemaliger Dortmunder, ist zurzeit im Probetraining bei St. Pauli. An dem 29 Jahre alten Spieler scheiden sich die Geister. Die einen halten ihn für einen talentierten Fußballer, der nur nie die richtige Chance erhalten hat, andere widerum bezeichnen ihn als untalentiert und überschätzt. Fakt ist: Beim BVB konnte Florian Kringe sich nie richtig durchsetzen, Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück. Zwischenzeitlich war er an Hertha BSC ausgeliehen, brach sich dort aber gleich zweimal den Fuß. Die Liste seiner Erfolge ist lang: dreimaliger Deutscher Meister (zweimal war er jedoch nur im Kader und spielte nie), einmaliger Pokalsieger und einmaliger Pokalfinalist.

Die Karriere von Stefan Wessels verlief ähnlich unstet wie bei Florian Kringe. Mit knapp 20 Jahren wurde er der jüngste deutsche Torhüter, der in der Champions League spielte (erst in der vergangenen Saison durch Bernd Leno abgelöst), machte für den 1. FC Bayern gute bis sehr gute Spiele. Durchsetzen konnte er sich aber nicht, wechselte zum 1. FC Köln, zum FC Everton, stieg mit dem VfL Osnabrück von der 2. in die 3. Liga ab, ging in die Schweiz zum FC Basel und danach nach Dänemark zum Erstligisten Odense BK. Nun sucht der 33-Jährige einen neuen Verein.

Tja. Und dann gibt es da noch Internetikone Hans Sarpei. Am vergangenen Wochenende twitterte er, die Sportbild habe sein Karriereende bekanntgegeben. «Gerade die @SPORTBILD von Morgen gelesen und bei mir steht Karriereende. Vielleicht sollte ich morgen mal am Telefon eskalieren ...» Man darf gespannt sein, ob der 36 Jahre alte Ex-Schalker sich noch einen neuen Verein sucht - oder wirklich die Profifußballschuhe an den Nagel hängt.

Sehen Sie in unserer Bilderstrecke, wie Ihr Lieblingsklub bisher eingekauft hat.

eia/news.de

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