Fußball Schenk kritisiert FIFA und fordert Konsequenzen

Schenk kritisiert FIFA und fordert Konsequenzen (Foto)
Schenk kritisiert FIFA und fordert Konsequenzen Bild: dpa

Frankfurt/Main - Sylvia Schenk hat den Fußball-Weltverband FIFA nach den erstmals veröffentlichten Details der Schmiergeldaffäre um Ehrenpräsident Joao Havelange und dessen brasilianischen Landsmann Ricardo Teixeira zu Konsequenzen aufgefordert.«Ich wundere mich, dass Herr Havelange immer noch Ehrenpräsident ist, obwohl seit vielen Jahren bekannt ist, dass er Zahlungen bekommen hat», sagte das Vorstandsmitglied von Transparency International Deutschland der Nachrichtenagentur dpa.

Die FIFA müsse Konsequenzen ziehen und «auch fragen, wer hat wann was gewusst und gedeckt».

Am Mittwoch war durch die Veröffentlichung von Dokumenten der Staatsanwaltschaft Zug bekanntgeworden, dass der 96 Jahre alte Havelange, der von 1974 bis 1998 FIFA-Boss war, im Rahmen von Geschäften mit dem mittlerweile insolventen Medien- und Marketingunternehmen ISMM/ISL im März 1997 1,5 Millionen Schweizer Franken (1,25 Millionen Euro) kassiert hatte. Der ehemalige brasilianische Verbandschef Teixeira hatte zwischen August 1992 und November 1997 sogar 12,74 Millionen Schweizer Franken (10,6 Millionen Euro) erhalten.

«Es erschüttert mich, dass der FIFA-Anwalt noch in diesem Jahrtausend versucht hat, im Nachhinein zu rechtfertigen, dass Zahlungen anstatt an die FIFA an Havelange und Teixeira geflossen sind - so nach dem Motto, wenn's nicht strafbar ist, ist es auch in Ordnung. Die Kultur und der Geist, die dahinter stecken und in der Einstellungsverfügung mehrfach deutlich werden, sind erschreckend», sagte Schenk.

news.de/dpa

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