Olympia Wir für Deutschland: Olympia-Team peilt Platz fünf an

Wir für Deutschland: Olympia-Team peilt Platz fünf an (Foto)
Wir für Deutschland: Olympia-Team peilt Platz fünf an Bild: dpa

Frankfurt/Main - Qualität statt Quantität: Das kleinste Olympia-Team seit der Wiedervereinigung soll bei der Medaillenjagd in London an die großen Erfolge der Vergangenheit anknüpfen und Deutschlands Ruf als Sportnation stärken.

«Wir sind sehr, sehr zuversichtlich, dass wir den Maßstab von Peking erreichen können», verkündete DOSB-Präsident Thomas Bach das ambitionierte Ziel für die Sommerspiele vom 27. Juli bis 12. August.

Vor vier Jahren hatte das 440-köpfige deutsche Team mit insgesamt 41 Medaillen (16 Gold, 10 Silber, 15 Bronze) hinter China, den USA, Russland und Großbritannien im Medaillenspiegel Platz fünf belegt. Dieses Ergebnis peilt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) nunmehr mit nur 391 Sportlern und Sportlerinnen an. «Wir fahren voller Optimismus nach London, um im härtesten Wettstreit der Olympia-Geschichte unseren Platz in der Weltspitze zu verteidigen», sagte Bach.

Der Olympia-Trip an die Themse steht unter dem Motto: «Wir für Deutschland». In 23 von 26 Sportarten werden deutsche Athleten an den Start gehen. Lediglich im Fußball, Handball und Basketball verpassten sowohl die Männer als auch die Frauen den Sprung auf die Insel. Auch im Wasserball und bei den Volleyball-Frauen ist Deutschland nicht vertreten.

Die Misere in den Ballsportarten führte dazu, dass die Mannschaft um fast 50 Sportler geschrumpft ist. Sie soll aber die Medaillenaussichten kaum schmälern. Im Gegenteil: «Da sich nur drei statt neun Spielsport-Mannschaften qualifiziert haben, haben andere Sportarten bedeutende quantitative Zuwächse zu verzeichnen», behauptete DOSB-Generaldirektor Michael Vesper.

Und auch qualitative, glaubt der Chef de Mission: «Obwohl wir dieses Mal das kleinste Team seit der Wiedervereinigung stellen, ist es nicht weniger leistungsstark als die Olympia-Mannschaft von Peking. Ich freue mich darauf, möglichst oft die deutsche Nationalhymne zu hören.»

Das größte Kontingent stellen mit 77 London-Fahrern die Leichtathleten um Diskus-Weltmeister Robert Harting. Zu den Stars im Team gehören auch das Schwimm-Traumpaar Britta Steffen und Paul Biedermann, Tischtennis-Ass Timo Boll sowie Turner Fabian Hambüchen. Insgesamt 23 Olympiasieger von 2008, darunter zehn Hockeyspieler, sind erneut am Start.

Neben den Leichtathleten und Schwimmern sollen vor allem die Ruderer und Kanuten Medaillen hamstern. Aber auch im Fechten, Radsport und Reiten erhoffen sich die deutschen Starter viel Edelmetall. «Wir sind erfolgshungrig», meinte Vesper.

Bislang erfolgreichste Athletin im Aufgebot ist Kanutin Katrin Wagner-Augustin aus Potsdam mit viermal Gold und einmal Bronze, gefolgt vom Suhler Schützen Ralf Schumann mit dreimal Gold und zweimal Silber. Schumann erlebt bereits seine siebten Olympischen Spiele. Damit ist er der erfahrenste Athlet im Team und ein aussichtsreicher Kandidat, zum Fahnenträger ernannt zu werden.

«Wir wünschen uns von den Sportlern vor allem, dass sie ihre Bestleistungen erbringen. Dann kommen die Erfolge und Medaillen automatisch», gab Vesper die Marschroute aus. Zuversicht verbreitet auch der oberste Dienstherr der Sportler. «Ich hoffe, dass wir das Idealziel mit Platz fünf wie in Peking wiederholen können», sagte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, «ich habe ein gutes Gefühl.»

Deutscher Olympischer Sportbund

news.de/dpa

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