Rituale im Fußball Kehls Reden bringen Glück

Aberglaube im Fußball
Die kuriosesten Rituale
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Von news.de-Mitarbeiterin Johanne Becker
Singen für das Team, Priester gegen Voodoo und der rechte Fuß als Glücksbringer: Im Fußball gibt es Rituale, auf die nur ungern verzichtet wird. Beim HSV müssen die neuen Spieler deshalb ein Liedchen trällern - und beim BVB geht nichts ohne eine Ansprache von Sebastian Kehl.

Eine neue Arbeitsstelle und schon droht das Anfänger-Ritual. Nicht nur in den Büros dieser Welt ist das so, auch einige Fußballvereine lassen sich diesen Spaß nicht entgehen. Das musste HSV-Neuzugang Christian Norgaard nun feststellen: Wie jeder Neue im Profi-Team des Hamburger SV musste der 18-jährige Däne ein Liedchen vor versammelter Mannschaft singen - traf aber den Ton nicht. Die Darbietung seines Landsmannes amüsierte selbst Sportchef Frank Arnesen: «Er war so schlecht. Das gibt eine Geldstrafe», sagte er der Bild-Zeitung und musste über den misslungenen Auftritt des Nachwuchsspielers lachen.

Rituale spielen im Fußball eine große Rolle. Nicht nur bei den neuen Spielern, die mit dieser kleinen Mutprobe in das Team integriert werden sollen. Sondern auch bei denen, die schon lange dabei sind und an die wundersame Kraft ihrer Schuhe glauben.

Weihwasser gegen die Geister der Niederlage

Miro Klose beispielsweise. Der Stürmer der Nationalmannschaft betritt den Fußballplatz immer mit dem rechten Fuß zuerst - wie übrigens auch Cristiano Ronaldo. Der portugiesische Superstar hat einen ganzen Reigen von Ritualen, die er beinahe sklavisch befolgt. So sitzt er im Bus immer in der letzten, im Flugzeug aber in der ersten Reihe. Vor Anpfiff macht er einen großen Sprung, dribbelt in der Kabine mit dem Ball hin und her - und auch der Sitz seiner Frisur gehört zu dieser Abfolge, die Glück bringen soll. Und die Zuschauer zur EM dachten wirklich, beim Frisurenwechsel ginge es um das Aussehen...

Stephen Keshi, nigerianischer Trainer und ehemaliger Spieler, betritt kein Feld, bevor ein Priester nicht ein paar Worte gesagt hat - und so die Mannschaft vor bösem Voodoo schützt, Giovanni Trapattoni glaubt an Weihwasser und auch der Ex-Trainer Frankreichs Raymond Domenech soll - kann man Medienberichten glauben - ein Faible für das Übersinnliche gehabt haben: er stellte die Spieler nach Sternzeichen auf. Ohne Erfolg.

Richtig schön ist das Ritual beim BVB vor jedem Spiel: Die Spieler stellen sich im Kreis auf und Sebastian Kehl spricht ein paar Worte. Mal lustig, mal ernsthaft - der Erfolg gibt dem Team recht. Zwei Meisterschaften in Folge sprechen eine klare Sprache.

Noch mehr Rituale unserer Fußballstars finden Sie hier. Klicken Sie sich durch.

beu/phs/dpa/news.de

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