Neuer Bayern-Sportboss Sieger-Sammer wird Münchens Motzki

Matthias Sammer
Die Karriere des neuen Bayern-Strategen

Ullrich KroemerVon news.de-Redakteur
Endlich wieder eine vernünftige Entscheidung an der Säbener Straße: Matthias Sammer kann den FC Bayern zurück zum Erfolg führen. News.de nennt die Gründe, weshalb der Ex-Dortmunder die wichtigste Verpflichtung für den FC Bayern seit Ottmar Hitzfeld ist.

1. Münchens Motzki: Wenn Christian Nerlinger in den Medien räsonierte, klang seine Entrüstung immer auswendig gelernt und provinziell. Das Bayern-Urgestein nahm zwar rein gewichtsmäßig sehr schnell das Format von Uli Hoeneß an, was seinen Job angeht, war der einstige Mittelfeldspieler immer nur eine schlechte Kopie des Bayern-Rumpelstilzchens. Matthias Sammer hat zwar keinen Bluthochdruck wie Hoeneß, ist dafür aber von Geburt an ein Feuerkopf. Einer, der für seinen Verein und sein Team einsteht und nach außen sowie intern unbequeme Wahrheiten auf den Tisch packt. Eine solche Führungsfigur braucht der FC Bayern München, um endlich die Abnabelung von Hoeneß zu vollziehen.

2. Jugend-Jünger: Als langjähriger DFB-Sportdirektor war Matthias Sammer für den DFB-Nachwuchs zuständig. Nur wenige in der Szene kennen die deutschen Stars von morgen besser als der Dresdner, der bei Dynamo seine ersten Erfolge feierte. Genau dieses Wissen ging den Bayern trotz ausufernder Scouting-Abteilung bislang ab. Teure Transfers mittelklassiger Spieler könnte der Rekordmeister dadurch künftig einsparen.

3. Sieger-Sammer: Matthias Sammer musste seine Karriere wegen einer Knieverletzung früh beenden. Gewonnen hat er dennoch mehr als alle aktuellen Bayern-Spieler. Sammer war Europameister und Champions-League-Sieger, dazu natürlich mehrfacher Deutscher Meister. Sammer ist ein intelligenter Leitwolf, der die heute gefragten flachen Hierarchien mit seiner Führungsspielermentalität updaten kann. Siegermentalität hat Sammer so reichlich, dass er Schweinsteiger & Co. davon sicher etwas abgibt. Nur Elfmeterschießen, das konnte auch Sammer nicht.

4. Philosophie-Papst: Unter Jupp Heynckes und Christian Nerlinger fehlte dem Klub von der Säbener Straße eine Identität, ein Konzept, das der Verein verkörpert. Beim DFB hat Matthias Sammer eine solche Philospophie in der Nachwuchsarbeit etabliert. So wird der neue Sportdirektor auch in München für einheitliche Strukturen und bessere Verzahnung zwischen Unterbau und Profiabteilung sorgen.

5. Macher Matthias: Auf dem Rasen gehörte Sammer zu der seltenen Spezies Spieler, die genauso gut die Ärmel hochkrempeln konnten wie ein Spiel und eine Mannschaft lesen und lenken - ein explosiver Mix aus Jens Jeremies und Bastian Schweinsteiger. So ähnlich funktioniert der Typ Sammer noch immer. Ganz sicher wird sich Sammer nicht der Frage stellen müssen, was genau denn eigentlich seine Aufgabenbereiche seien. Sammer ist einer, der sich mit mehr Leidenschaft in seinen neuen Job reinknien wird, als manchem in München lieb ist. Wenn der profillose Nerlinger im übertragenden Sinne mit Slickreifen unterwegs war, zieht Sammer jetzt die Rallyebereifung über.

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Das Finaltrauma von München

phs/news.de

Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • adi heilmann
  • Kommentar 3
  • 03.07.2012 22:02
Antwort auf Kommentar 2

ja,ja,ja,...der einzige superdeal der hoeneß machte nach den pleiten in den letzten jahren...noch besser wär sammer als bundestrainer...diese option kann ja noch greifen..

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  • von-chladek
  • Kommentar 2
  • 03.07.2012 16:24

Was hatte Klinsmann für Vorschusslorbeeren bekommen. Man dachte schon, der Messias kommt. Das Ende wissen wir alle. Fakt bei der Münchner Startruppe ist, die werden zu fürstlich belohnt. Was haben die in der letzten Saison gebracht ? Die Dortmunder sind ihnen enteilt. Beim Championsfinale hatten sie die Hosen voll, obwohl Chelsea nicht als Champion aufgetreten ist. Nicht anders war dies gegen Italien.Gerade die Münchner Starspieler wie Lahm, Badstuber, Schweinsteiger, Müller und vor allem Gomez blieben weit unter ihren Möglichkeiten. Einzig Neuer war überragend. Boateng hatte seine Aussetzer,

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  • putinfanatiker
  • Kommentar 1
  • 03.07.2012 15:49

Oh Oh Matze DURAZELL das haettest Du nicht tun sollen der Schuss geht 100 000000%ig nach hinten los ! Und warum hat der Nerlinger nicht gleich den Tomatenkopf Hoeniss und diesen Grottenkopf Rummennigge mitgenommen und dann SOFORT den Oli Kahn an die Macht beim FCB nur so wuerde ein vernuenftiger Schuh daraus werden ! Die Bayernspieler wird zuviel Kohle in den Allerwertesten GEPUSSTET und dabei bekommen die Hoehenfluege das hat man doch wohl ganz ganz ganz DEUTLICH bei der EM GESEHEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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