Aus im Halbfinale Balotelli schießt Deutschland nach Hause

Aus der Titeltraum: Die deutsche Nationalmannschaft hat die siebte Finalteilnahme bei einer Europameisterschaft verpasst. Ausgerechnet Chaos-Stürmer Mario Bolatelli kickte die DFB-Elf im Halbfinale gegen Italien mit einem Doppelpack aus dem Turnier.

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Deutschland kann gegen Italien bei einem großen Turnier nicht gewinnen. Wie bereits bei der WM 2006 kickte der viermalige Weltmeister die deutsche Nationalmannschaft im Halbfinale aus dem Turnier. Mit 2:1 (2:0) zogen die Italiener hoch verdient in das Finale gegen Spanien ein. Damit geht die deutsche Elf auch im achten Spiel bei WM und EM gegen die Squadra Azurra nicht als Sieger vom Platz. Italien mit Sturmtank Mario Balotelli ließ dem deutschen Team zu keinem Zeitpunkt eine wirkliche Chance. Die deutsche Nationalmannschaft mit der sogenannten «Goldenen Generation» Lahm/Schweinsteiger bleibt damit weiter ohne Erfolg bei einem großen Turnier.

Bereits kurz vor Anpfiff, als die Hymnen gespielt wurden, wirkte Italien unglaublich entschlossen und siegesgewiss. Torhüter Gianluigi Buffon intonierte so inbrünstig, als müsse er in den folgenden 90 Minuten für sein Land die Welt retten. Und dass Italien heiß war, das spürte man von Beginn an auch auf dem Rasen.

Zwar hatte in der zerfahrenen ersten Viertelstunde noch das DFB-Team die besseren Gelegenheiten (Hummels, Boateng, Kroos). Doch so richtig zwingend war das nicht. Die Italiener verstellten geschickt die Räume, so dass das deutsche Kombinationsspiel nicht in Gang kam. Zwar rochierten Mesut Özil und der überraschend auf dem rechten Flügel aufgebotene Toni Kroos ständig, doch die bislang so coole Mannschaft von Jogi Löw wirkte vor den 57.000 Zuschauern in Warschau zerfahren und nervös.

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Italien war taktisch reifer als Deutschland - und hat den wahren Super-Mario

In der 18. Minute prüfte Italiens Stürmer Antonio Cassano Neuer mit einem Distanzschuss. Zwei Minuten später fiel das fünfte Gegentor für das DFB-Team in diesem Turnier. Cassano durfte auf der rechten Abwehrseite der Deutschen unbedrängt in den Strafraum eindringen und bediente Italiens wahnsinniges Sturmgenie Mario Balotelli, der Holger Badstuber und Manuel Neuer keine Chance ließ und wuchtig zum 1:0 einköpfte (20.).

Der frühe Gegentreffer hemmte die deutsche Mannschaft noch mehr im Spielaufbau. Mario Gomez, der bis zur Pause für Miroslav Klose ran durfte, wirkte hüftsteif, das Mittelfeld bekam keinen Zugriff auf die glänzend verteidigenden und auf Offensive umschaltenden Italienern. Löws Plan, durch Kroos für mehr Kompaktheit in der Zentrale zu sorgen, ging nicht auf. Stattdessen war der rechte Flügel trotz der gelegentlichen starken Vorstöße von Jerome Boateng desöfteren verwaist. Auch über die linke Außenbahn mit Lukas Podolski drohte kaum Gefahr für die aggressiven Italiener.

Der Außenseiter spielte gegen die favorisierten Deutschen überraschend taktisch reifer als Löws Team, das diesmal auch in der bislang so sicheren Defensive Schwächen zeigte. Ein Pass von Daniele de Rossi auf Sturmtank Balotelli überwand die gesamte Abwehr; Italiens «Super-Mario» drosch den Ball unhaltbar zum 2:0 unter die Latte (37.).

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In der zweiten Hälfte brachte Löw Klose im Sturmzentrum ins Spiel, Marco Reus kam für Lukas Podolski, rückte aber auf die rechte Seite. Durch den Doppelwechsel kam mehr Schwung in die Partie; Reus war noch der beste im deutschen Spiel und hatte die größte Gelegenheit per Freistoß (62.). Doch der kurze deutsche Zwischenspurt war bereits wieder verpufft, bevor er so richtig begonnen hatte. Italien hätte nach einem traumhaften Hochgeschwindigkeits-Konter durch den eingewechselten Ignazio Abate alles klar machen können, doch der Profi vom AC Milan vergab (67.).

Auch die Einwechslung von Thomas Müller (70.) brachte keine Steigerung. Ohne wirklich gefährliches Aufbäumen ergaben sich Lahm & Co. ihrem Schicksal. Stattdessen beeindruckten die Italiener, die souverän standen und angetrieben von Regisseur Andrea Pirlo die deutsche Abwehr sogar gelegentlich schwindelig spielte; nach einem Ausrutscher von Badstuber vergab Claudio Marchisio (75.). Eine noch klarere Gelegenheit hatte Cassano (81.).

Deutschland rückte nun weit auf und wurde von Italien immer öfter überrannt. Auf den Rängen verfolgten die deutschen Anhänger konsterniert das Ausscheiden, auf der anderen Seite des Stadions intonierten die italienischen Fans die Nationalhymne – ebenso inbrünstig wie zu Beginn Buffon & Co. Der Anschlusstreffer durch Mesut Özil per Foulelfmeter in der Nachspielzeit ließ noch einmal für wenige Minuten Hoffnung aufkeimen, kam aber zu spät.

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Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • putinfanatiker
  • Kommentar 3
  • 29.06.2012 03:54
Antwort auf Kommentar 1

Tja wie ich es schon mehrmals zum Ausdruck gebracht habe, die Deutsche Nationalelf ist zu Siegesicher und dafuer haben sie den Lohn bekommen und etwas anderes haben die AUCH NICHT VERDIENT !!!

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  • LoosersI
  • Kommentar 2
  • 29.06.2012 01:25

We put ours pizza,pasta,mafia and mandolino in youR asses!!! Go Italy GoI

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  • thatsit
  • Kommentar 1
  • 29.06.2012 00:22

Loew war der beste italienische Spieler. Alle lahme und fusskranke Nullen( teilweise schon nachgewiesen)stellte er auf. Schweisteiger. Lahm, Mueller. Gomez. Klose,Boateg,Kross, Haette er zu Khadira und Oetzil noch die Spieler mit Eiern wie Reus, Goetze, Bender und Schuerle aufgestellt, haetten sie Pizza gegessen......Loew sollte sich endlich auf dem freien Trainermarkt behaupten duerfen, wie Berti Vogts .

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