Italien-Star Balotelli Mehr Badboy geht nicht

Internet-Hype: Balotelli in Star Wars und Titanic
zurück Weiter Mario Balotelli (Foto) Zur Fotostrecke Foto: knowyourmeme.com(Screenshot)

Balotellis Skandale, Kapitel 4: Hausbrand und Mafia-Treffen

Seine Neugier war offenbar auch Schuld daran, dass Italiens Sturmhoffnung plötzlich auch Verbindungen zur Mafia nachgesagt wurden. 2011 wurde Balotelli nach Medienberichten mit zwei Bossen des Clans der Camorra gesehen. Laut Polizeibericht soll er mit ihnen durch Neapels Drogenviertel Scampia gelaufen sein und anschließend für ein Erinnerungsfoto mit den Paten Salvatore Silvestri und Biagio Esposito posiert haben. Er habe jedoch nur das Viertel kennenlernen wollen, erzählte Balotelli später.

Und dann war da im Oktober 2011 noch ein Hausbrand, mit dem der 21-Jährige einen Tag vor dem Stadtderby gegen Manchester United für Negativ-Schlagzeilen sorgte. Balotelli hatte mit Freunden Feuerwerkskörper aus dem Badezimmer geworfen. Dabei hatte ein Handtuch Feuer gefangen und das ganze Zimmer in Brand gesteckt. Erst nachdem die Feuerwehr angerückt war, konnte der Brand gelöscht werden. Immerhin wirbt der Italiener mittlerweile für eine Kampagne, die Jugendliche vor Böllern warnt.

Balotellis Skandale, Kapitel 5: Morddrohung an Rassisten

In dieser Stelle soll zunächst erwähnt werden, dass es Balotelli (geboren: Mario Barwuah) in seinem Leben und in Italien nicht gerade leicht hatte. Mit drei Jahren musste der in Palermo geborene Junge mit Magenproblemen ins Krankenhaus. Doch seine Eltern hatten kein Geld für eine Behandlung und ließen ihn dort. 14 Monate später wurde er von einer Familie namens Balotelli aus Brescia adoptiert. Zu seinen leiblichen Eltern hat er heute angeblich keinen Kontakt.

Während seiner Karriere hatte er dann häufig mit rassistischen Beleidigungen zu kämpfen. Denn in Italien ist Balotelli aufgrund seiner Hautfarbe für viele Fans ein Feindbild. In der italienischen Liga wurde er in den meisten Stadien ausgepfiffen, oft flogen Bananen von den Rängen. In Rom wurde er 2009 gar in einer Kneipe mit einer Banane beworfen. Vor der EM 2012 sorgte Balotelli dann mit einer heftigen Aussage für Diskussionen: «Wenn jemand noch einmal Bananen nach mir schmeißt, werde ich ins Gefängnis gehen, weil ich ihn umbringen würde», sagte er der Zeitschrift France Football. Sogar beim EM-Vorrundenspiel gegen Kroatien wurden gegnerische Fans von einem Fotografen beobachtet, wie sie Bananen in Richtung Balotelli warfen. Zum Glück konnte Balotelli seine Drohung nicht wahr machen.

Balotellis Skandale, Nachwort: Die EM und «Nutella am Arsch»

«Die EM ist die Chance meines Lebens», sagte Mario Balotelli, der gar davon träumt, in diesem Jahr Weltfußballer zu werden, vor der Fußball-EM 2012. Und weiter: «Ich würde gerne das Bild eines Spielers vermitteln, der selber gerne Spaß hat und Leuten Freude bereitet.» So ganz scheint ihm das noch nicht zu gelingen. Zu Beginn der EM spielte er zu eigensinnig, musste deshalb auf der Bank Platz nehmen. Als er dann gegen Irland eingewechselt wurde und per Seitfallzieher ein Traumtor zum 2:0 erzielte, jubelte Balotelli nicht etwa, sondern rannte zu Trainer Cesare Prandelli und wollte ihm die Meinung geigen. Sein Mitspieler Leonardo Bonucci hielt ihm den Mund zu und verhinderte Schlimmeres. 

Prandelli hält trotz aller Skandale große Stücke auf den Italiener. «Tief in seinem Herzen ist Mario ein Goldjunge», sagte er. Dass Balotelli ein genialer Fußballer ist und dass sich auch Deutschland im EM-Halbfinale (Donnerstag, 20.45 Uhr, ARD) vor ihm in Acht nehmen muss, hat der Stürmer bereits gezeigt. Jetzt muss er nur noch erwachsen werden und sich wie ein Profi benehmen. Solange dieser Prozess noch dauert, zeigt er zumindest Sinn für Humor und weckt damit auch viele Sympathien in Italien. Denn seine manchmal wirren Äußerungen werden dort bereits liebevoll als «Balotellata» bezeichnet. Der Begriff ist sogar schon in den italienischen Sprachgebrauch übergegangen. Seine jüngste «Balotellata» vor dem England-Spiel lautete übrigens: «Ich habe den Arsch nicht in Nutella». Sollte wohl so viel heißen wie: Ich bin nicht aus Zucker.

iwi/news.de

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Leserkommentare (7) Jetzt Artikel kommentieren
  • Ruth Tischhauser
  • Kommentar 7
  • 02.07.2012 18:09
Antwort auf Kommentar 5

bin totalmit Ihnen eineverstanden

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  • Ruth Tischhauser
  • Kommentar 6
  • 02.07.2012 18:08

weder noch der Artikel hat ein sehr tiefes niveau, der Junge Mario Balotelli ist einfach noch sehr jung. Ich denke es gibt vieli junge deutsche die mit dem auto rasen , falsch parkieren etc.. Es ist siche r nicht einfach mit 22 Jahren so viel Geld zu handhaben, jeder junge Mensch wuerde nach meiner Meinung etas uebertreiben.Ihr seid einfach sofort bereit jemanden zu richten.....

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  • Melatenkama
  • Kommentar 5
  • 01.07.2012 17:15

1) Ich suche immer noch das Niveau des Kommentars 1 2) Kommentar 2 projiziert das Niveau und die Fantasie seines Autors auf das weltweite Netz. 3) Wo Sie Artikelschreiber sehen, dass der Junge im Blickpunkt steht und die Aufmerksamkeit der Welt auf sich bündelt, fühlen Sie sich genötigt, Ihre Skandalautor-Künste hier zu verbreiten? Ich halte das für einen primären Trieb, hier die Association "B.=Skandal" als Hirnwäsche den Lesern einzuhämmern. Das ist im absoluten Maßstab verwerflich! Wann in dieser EM hat der Junge Skandal gemacht? Über welchen Ihrer Spieler sind keine Skandale zu berichten?

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