Italien-Star Balotelli Mehr Badboy geht nicht

Italiens Mario Balotelli ist erst 21 Jahre alt. Seine Skandale bieten schon jetzt genug Stoff für ein Buch. News.de hat den Anfang gemacht und einen Kurzroman geschrieben - über Stripklubs, einen Einbruch ins Frauengefängnis, ein Treffen mit der Mafia und Dartpfeile auf Jugendspieler.

Internet-Hype: Balotelli in Star Wars und Titanic
zurück Weiter Mario Balotelli (Foto) Zur Fotostrecke Foto: knowyourmeme.com(Screenshot)

Balotellis Skandale, Vorwort: Zwischen Genie und Wahnsinn

Es gibt ein Youtube-Video, das Mario Balotelli sehr treffend beschreibt. Gezeigt wird eine Szene aus einem Freundschaftsspiel im Juli 2011, zu dem Italiens Nationalstürmer mit seinem Klub Manchester City bei Los Angeles Galaxy antritt. In der 30. Minute geht Balotelli alleine auf das gegnerische Tor zu. Doch statt zu schießen oder den Torwart zu umspielen, dreht er sich um 180 Grad und versucht einen Hackentrick. Der Ball geht am Tor vorbei. Trainer Roberto Mancini wechselt ihn sofort aus.

Diese arrogante Aktion zeigt vor allem eins. Dass Balotelli zwar einerseits ein Fußballer mit genialen Fähigkeiten, andererseits aber unberechenbar ist und keine Rücksicht auf Verluste nimmt. Nein, auf nichts und niemanden. Denn der Hackentrick in Los Angeles ist noch eines seiner harmloseren Vergehen. Was sich bei Balotelli in seinen jungen Jahren schon an Skandalen angesammelt hat, bietet Stoff für einen ganzen Roman. Wir versuchen es mal mit einem Kurzroman in fünf Kapiteln.

Fußball-EM 2012: Die Tops und Flops der EM-Frisuren

Balotellis Skandale, Kapitel 1: Ausraster und Dartpfeile

Beginnen wir mit den zahlreichen Ausrastern und Undiszpliniertheiten auf dem Platz. Allein in der vergangenen Saison flog Mario Balotelli viermal vom Platz, seinem Gegenspieler Scott Parker aus Tottenham verpasste er gar einen Stollenabdruck im Gesicht. Auch mit seinen Mitspielern prügelt er sich schon mal um die Ausführung eines Freistoßes. Im Frühjahr 2012 beschloss Trainer Mancini, ihn nie wieder aufzustellen und nach der Saison zu verkaufen. Als der Coach den Stürmer im Saisonfinale der Premier League beim Stand von 1:2 gegen die Queens Park Rangers doch noch mal einwechselte, bereitete der prompt den Treffer zum 3:2-Sieg vor. Dieser bedeutete zugleich die erste Meisterschaft für Manchester City seit 44 Jahren. Wie es mit Balotelli und City weitergeht, ist derzeit dennoch ungewiss. Zumal das noch lange nicht alles war. Selbst im Training gerät der exzentrische Stürmer regelmäßig mit seinen Mitspielern aneinander. Auf die Jugendspieler des Vereins soll er auf dem Trainingsgelände einmal mit Dartpfeilen geworfen haben.

Fußball-EM 2012 : Ein Balotelli im Kornfeld

Bereits zu seiner Zeit bei Inter Mailand war Balotelli für seine Ausraster bekannt. Der Gipfel war das Champions-League-Halbfinale 2010 gegen den FC Barcelona. Beim Stand von 3:1 wurde Balotelli nach 75 Minuten eingewechselt, um dabei zu helfen, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Er versuchte stattdessen ein paar Kunststücke, knallte den Ball aus 40 Metern übers Tor und brachte so die eigenen Fans gegen sich auf. Als Reaktion auf die Pfiffe warf er nach dem Spiel sein Trikot zu Boden. Nach dem Spiel wurde Balotelli wegen dieser Aktion von Inter-Ultras in der Tiefgarage des Mailänder Stadions attackiert. Die Beurlaubung des Klubs ließ nicht lange auf sich warten und Balotelli versuchte sein Glück fortan auf der Insel.

Balotellis Skandale, Kapitel 2: Autounfall und 27 Mal Abschleppdienst

Kommen wir zu seinen Skandalen abseits des Rasens. Auch da gibt es einiges zu erzählen. Zum Beispiel über Balotelli und sein Faible für Sportwagen. Der Stürmer fährt damit gerne so schnell er will und parkt auch meistens, wo er will. Mit seinem Maserati raste er einmal mit Tempo 300 in eine Radarkontrolle. Insgesamt 27 Mal soll das Auto abgeschleppt worden sein. Seit seinem Wechsel von Inter Mailand zu Manchester City soll er Strafzettel in Höhe von über 11.000 Euro bekommen haben.

Den ersten Skandal leistete sich Balotelli in England übrigens nur fünf Tage nach der Vertragsunterschrift. Nach einem Autounfall mit seinem Bentley rückte die Polizei an und fand 5000 Pfund (ca. 6500 Euro) in Balotellis Kofferaum. Auf die Frage des Polizisten, warum er so viel Geld bei sich habe, sagte der Italiener nur: «Weil ich reich bin» und machte sich als frisch gebackener England-Legionär nicht gerade viele Freunde auf der Insel. Erst recht nicht, als er später verkündete, Manchester sei «ausgesprochen hässlich».

Balotellis Skandale, Kapitel 3: Stripklubs und Besuch im Frauenknast

Mario Balotelli amüsiert sich auch sonst ganz gerne mal und nimmt es mit den Vorschriften seiner Klubs nicht so genau. Zuletzt wurde er im März in einem Liverpooler Striplokal erwischt und musste wegen eines Verstoßes gegen die Ausgangssperre etwa 120.000 Pfund (ca. 144.000 Euro) an  Manchester City berappen. (Wählen Sie die schönste Spielerfrau der Fußball-EM 2012 im news.de-Fotovoto.) Getroffen hat er 36 Stunden später in der Premier League trotzdem.

Eine legendäre Aktion brachte Balotelli im Oktober 2010 im italienischen Brescia. Dort brach er zusammen mit seinem Bruder in ein Frauengefängnis ein. Aus Neugier, wie er später im Polizeiverhör zu Protokoll gab. Er habe außerdem nicht gewusst, dass man für das Betreten eine Erlaubnis brauche. Dass der Stürmer nicht der hellste Fußballer des Planeten ist, weiß man spätestens seit einem Video, in dem es Balotelli zweimal nicht schafft, sein Leibchen richtig anzuziehen.

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Leserkommentare (7) Jetzt Artikel kommentieren
  • Ruth Tischhauser
  • Kommentar 7
  • 02.07.2012 18:09
Antwort auf Kommentar 5

bin totalmit Ihnen eineverstanden

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  • Ruth Tischhauser
  • Kommentar 6
  • 02.07.2012 18:08

weder noch der Artikel hat ein sehr tiefes niveau, der Junge Mario Balotelli ist einfach noch sehr jung. Ich denke es gibt vieli junge deutsche die mit dem auto rasen , falsch parkieren etc.. Es ist siche r nicht einfach mit 22 Jahren so viel Geld zu handhaben, jeder junge Mensch wuerde nach meiner Meinung etas uebertreiben.Ihr seid einfach sofort bereit jemanden zu richten.....

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  • Melatenkama
  • Kommentar 5
  • 01.07.2012 17:15

1) Ich suche immer noch das Niveau des Kommentars 1 2) Kommentar 2 projiziert das Niveau und die Fantasie seines Autors auf das weltweite Netz. 3) Wo Sie Artikelschreiber sehen, dass der Junge im Blickpunkt steht und die Aufmerksamkeit der Welt auf sich bündelt, fühlen Sie sich genötigt, Ihre Skandalautor-Künste hier zu verbreiten? Ich halte das für einen primären Trieb, hier die Association "B.=Skandal" als Hirnwäsche den Lesern einzuhämmern. Das ist im absoluten Maßstab verwerflich! Wann in dieser EM hat der Junge Skandal gemacht? Über welchen Ihrer Spieler sind keine Skandale zu berichten?

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