Medienschelte Thomas Müller motzt gegen die deutsche Presse

DFB-Sympathieträger Thomas Müller macht seinem Unmut Luft: Bei der Pressekonferenz monierte der WM-Torschützenkönig die seiner Ansicht nach zu negative Berichterstattung über die Nationalelf. Ein untrügliches Zeichen für seine Unzufriedenheit.

Medienschelte: Müller motzt gegen die deutsche Presse. (Foto)
Medienschelte: Müller motzt gegen die deutsche Presse. Bild: dapd

Thomas Müller hat schon bessere Phasen in seiner noch jungen Karriere erlebt als bislang bei der EM. Und er hatte auch schon bessere Laune als aktuell. Bei der mittäglichen Pressekonferenz des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Danzig sagte der 30-malige Nationalspieler: «Es kommt einem derzeit so vor, als wenn wir uns selbst dann schämen müssten, wenn wir den EM-Titel gewinnen.»

Vor der versammelten deutschen und internationalen Sportpresse forderte der Bayer mehr Begeisterung ein: «Ich hoffe, dass es mehr Euphorie gibt. Wenn ich Bilder vom Public Viewing sehe, ist da viel Begeisterung. In den Medien noch nicht so.» Die Journalisten würden übermäßig hart kritisieren, dabei habe das deutsche Team das Ziel mit neun Punkten aus drei Spielen bislang übererfüllt. «Ich bin bisher mit dem Verlauf sehr zufrieden und finde es sehr schade, dass auf die Euphoriebremse gedrückt wird, dass Fehler gesucht werden.»

Auf die Erwiderung von RTL-Berichterstatter Klaus Jakob, dass die deutschen Spieler nach den Partien mit langen Gesichtern an den Journalisten vorbeiliefen, sagte Müller: «Nach Holland und Portugal habe ich sehr viel Freude empfunden. Gegen Dänemark habe ich mich nicht so gefreut. Da war einfach im Hinterkopf, dass man noch etwas verlieren kann.» Und: «Grundsätzlich ist für mich selbst am wichtigsten, dass ich mit mir im Reinen bin und im Konsens mit dem Trainer.» Für den Spaßvogel Thomas Müller eine recht deftige Schelte und ein Zeichen, dass er offenbar recht angefressen ist über seine bisherigen Leistungen in der Offensive.

zij/news.de

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • farinalo
  • Kommentar 1
  • 20.06.2012 15:42

Ich kann Müller gut verstehen. Empfinde die Medienberichterstattung ls überwiegend negativ beladen. Das allerdings in in den meisten Schlagzeilen.

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