Golf Außenseiter Simpson gewinnt US Open - Kaymer 15.

San Francisco - Webb Simpson hat überraschend die 112. US Open gewonnen. Der 26 Jahre alte Golf-Profi aus den USA sicherte sich im Olympic Club von San Francisco mit einer starken 68er Schlussrunde und einem Gesamtergebnis von 281 Schlägen seinen ersten Triumph bei einem Major-Turnier.

Außenseiter Simpson gewinnt US Open - Kaymer 15. (Foto)
Außenseiter Simpson gewinnt US Open - Kaymer 15. Bild: dpa

Simpson bekam für seinen Sieg ein Preisgeld von 1,44 Millionen Dollar. Martin Kaymer aus Mettmann beendete das zweite Major-Turnier des Jahres auf dem schweren Par 70-Kurs auf Rang 15. Der 27-Jährige spielte am letzten Tag eine 72 und hatte im Gesamtergebnis fünf Schläge mehr als Simpson. «Letztlich wäre ein Top-Ten-Ergebnis super gewesen, aber Platz 15 ist auch in Ordnung», sagte der Rheinländer dem Internetportal «golf.de». Sein Fazit der vier Turniertage fiel positiv aus: «Ich bin zufrieden, vor allem an den letzten beiden Tagen. Mein kurzes Spiel hat mir sehr gut gefallen. Es war ein großer Schritt in die richtige Richtung.» Der Wahl-Münchner Alex Cejka wurde 41.

Nach einem Bogey-Festival beendete der ehemalige Weltranglistenerste Tiger Woods mit 287 Schlägen auf dem enttäuschenden 21. Rang das prestigeträchtige Turnier der PGA-Tour. «Die ersten sechs Löcher sind wohl die schwierigsten, die ich je bei einem Event gespielt habe», sagte der gefrustete Kalifornier, dem nicht einmal die Anfeuerungsrufe der Fans am nebligen vierten Tag Auftrieb gaben.

Mit Simpson hatte am Sonntag keiner gerechnet. Auch er begann auf den gefürchteten ersten sechs Löchern mit zwei Bogeys. «Ich wusste einfach, dass ich noch einige Löcher vor mir hatte. Und ich wollte gewinnen», sagte Simpson, der vier Birdies folgen ließ und am Ende eine hervorragende 68 auf der Scorekarte stehen hatte.

Er war mit vier Schlägen Rückstand auf die Finalrunde gegangen. Nach seiner starken Vorstellung verfolgte er gemeinsam mit seiner schwangeren Frau am Bildschirm die letzten Spieler. Mit jeweils einem Schlag mehr kamen der Amerikaner Michael Thompson und Graeme McDowell aus Nordirland auf den geteilten zweiten Rang. McDowell und Jim Furyk (USA) waren noch als Führende auf die Schlussrunde gegangen. Sie hätten an der 18. Bahn ein Birdie gebraucht, um das Stechen am Montag zu erzwingen. So konnte Simpson im Clubhaus jubeln und in der Weltrangliste einen Sprung von 14 auf fünf machen.

Bericht Homepage Veranstalter

Golf.de

news.de/dpa

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