Mario Gomez «Scholl nahm mich beim Oktoberfest zur Seite»

Mario Gomez hat cool auf die teils unverschämte Kritik von ARD-Experte Mehmet Scholl reagiert. Statt sich entrüstet aufzuplustern, erzählte der Nationalspieler lieber eine interessante Vorgeschichte zu Scholls Schelte - vom Oktoberfest.

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Mario Gomez hat sich bei der Pressekonferenz des Deutschen Fußball-Bundes in Danzig zu der teils unverschämten Kritik des ARD-Experten Mehmet Scholl geäußert. Angesprochen auf die heftige Schelte durch den zukünftigen Trainer der Bayern-Amateure sagte Gomez süffisant: «Tja, mia san mia - alles eine große Familie ...» Und hob dann an zu einer interessanten Vorgeschichte.

«Mehmet und ich», sagte Gomez, «das ist so ne Sache.» Bereits im vergangenen Jahr beim Oktoberfest habe sich Scholl Gomez zur Seite genommen: «Ich weiß schon, dass du denkst, dass ich ein ... bin, seitdem ich Experte bin», berichtete Gomez von dem Gespräch.

Scholl sehe so unglaublich viel Potenzial bei Gomez, habe der einstige Nationalspieler zu dem Bayern-Knipser gesagt, und er wolle das nur herauskitzeln. «Ich sehe das also nicht als Attacke, sondern er will nur, dass ich mehr aus mir heraushole», interpretierte Gomez die Kritik vor 23 Millionen Zuschauern.

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Löw: «Mario Gomez ist gestählt»

Bundestrainer Jogi Löw sagte zu dem Aufreger: «Mario ist gestählt, er ist schon häufig durch ein Tal der Schwierigkeiten gegangen. Er hat es immer geschafft, da mit einer klaren Einschätzung seiner selbst herauszukommen.» Und: «Er weiß, was er kann, und er weiß, was er nicht kann. Ich bin der Meinung, dass er gegen Portugal defensiv gut gearbeitet hat und das entscheidende Tor gemacht hat, das war eine ansprechende Leistung von ihm.»

Mehmet Scholl hatte Gomez nach dem Spiel gegen Portugal unter anderem mit den Worten verhöhnt: «Ich hatte zwischendurch Angst, dass er sich wund liegt, dass er mal gewendet werden muss.»

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wam/news.de

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Allerhand
  • Kommentar 1
  • 12.06.2012 16:54

Gomez kann und muss sich steigern. Trotzdem ist er erst mal gesetzt! Alles andere wäre reinster Populismus und Schwäche wg. der Diskussion.. Scholl jawoll, weiter so. Offene Worte und ruhig ein bischen süffisant, extrem, frisch oder wie man das nennen will. Dieses herumgeseiere a la Kahn bringts überhaupt nicht. Und das Wort "verhöhnen" ist völlig falsch und überhaupt nicht von Scholl intendiert! Aber Hauptsache die Presse kann sich s Maul verreissen.

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