Fußball Testspielpleiten für Italien, Ukraine und Tschechien

Berlin - Zur Aufregung um den Wettskandal kommen für Italiens Fußball-Nationalmannschaft kurz vor der EM nun noch große sportliche Sorgen. Der dreimalige Weltmeister kassierte eine herbe 0:3 (0:0)-Pleite gegen Russland, das ebenfalls bei der in einer Woche beginnenden Endrunde dabei ist.

Testspielpleiten für Italien, Ukraine und Tschechien (Foto)
Testspielpleiten für Italien, Ukraine und Tschechien Bild: dpa

Co-Gastgeber Ukraine bezog beim 2:3 (0:1) in Österreich ebenso eine Niederlage wie Tschechien, das daheim beim 1:2 (1:1) gegen Ungarn enttäuschte.

Russland ist am 8. Juni erster tschechischer Gegner und trifft noch auf Co-Gastgeber Polen und Griechenland. Alexander Kerschakow in der 59. sowie Roman Schirokow in der 75. und 89. Spielminute schockten in Zürich die Italiener auch auf dem Rasen. Das schon entscheidende zweite Tor verdankten die Osteuropäer einem Missverständnis zwischen Abwehrspieler Christian Maggio und Torwart Morgan de Sanctis, der zur zweiten Halbzeit Stammkeeper Gianluigi Buffon abgelöst hatte. Buffon wurde mit Schulterproblemen ausgewechselt. Italien startet am 10. Juni gegen Titelverteidiger Spanien in die EM und trifft danach auf Kroatien und Irland.

Der Ukraine genügten in Innsbruck die beiden Tore von Oleg Gussew (56./65.) zum jeweiligen Ausgleich nicht. Matchwinner für die Hausherren war der Bremer Marko Arnautovic, der kurz vor Schluss mit einem straffen Schuss ins lange Eck traf, nachdem ihm schon das 2:1 (61.) gelungen war. David Alaba vom FC Bayern München traf auf seinen Vereinskollegen Anatoli Timoschtschuk, der die Ukrainer als Kapitän auf das Feld führte. Deren EM-Generalprobe steigt am kommenden Dienstag gegen die Türkei, erster Vorrundengegner ist am 11. Juni Schweden. Weitere Kontrahenten sind Frankreich und England.

Die Tschechen sind noch weiter von ihrer EM-Form entfernt. Eine Woche vor ihrem Auftaktspiel gegen Russland in Breslau ging die Generalprobe in Prag gegen Ungarn daneben. Balazs Dzsudzsak brachte die Gäste mit einem umstrittenen Freistoß in Führung (6.). Leverkusens Linksverteidiger Michal Kadlec glich per Elfmeter (25.) aus, Adam Gyurcso (88.) gelang in der Schlussphase der Siegtreffer für die defensiven Ungarn. Die zuvor fünfmal hintereinander ungeschlagenen Tschechen agierten noch ohne den zuletzt angeschlagenen Spielmacher Tomas Rosicky.

news.de/dpa

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