Leichtathletik Obergföll: «Keine Power auf den Speer»

Rom - Mit zwei Jahresweltbestleistungen haben die Werferinnen für einen glänzenden Auftakt des Diamond-League-Meetings der Leichtathleten in Rom gesorgt.

Obergföll: «Keine Power auf den Speer» (Foto)
Obergföll: «Keine Power auf den Speer» Bild: dpa

Speerwurf-Weltrekordlerin und -Olympiasiegerin Barbora Spotakova aus Tschechien steigerte sich am Donnerstagabend im letzten Versuch noch auf die Jahresweltbestweite von glänzenden 68,65 Metern. Im ersten Wettbewerb der «Golden Gala» wuchtete Olympiasiegerin Valerie Adams aus Neuseeland die vier Kilo schwere Kugel 21,03 Meter weit.

Speerwerferin Christina Obergföll war mit ihrem vierten Platz nicht zufrieden. «Ich habe keine Power auf den Speer gekriegt. Ich kann technisch nicht abrufen, was ich körperlich schon kann», sagte die EM-Zweite aus Offenburg der Nachrichtenagentur dpa nach ihrem vierten Platz mit 62,60 Metern.

Diskuswurf-Weltmeister Robert Harting musste seinen Start wegen einer leichten Bauchmuskelzerrung absagen.

Vor rund 30 000 Zuschauern im Stadio Olimpico konterte Speerwurf-Ass Spotakova die 67,95 Meter der zweitplatzierten Südafrikanerin Sunette Viljoen nervenstark im letzten Versuch. Dritte wurde die Britin Goldie Sayers (64,73). Weltmeisterin Maria Abakumowa aus Russland, die zum Auftakt der Leichtathletik-Serie in Doha noch klar gewonnen hatte, wurde diesmal mit 62,00 Metern nur Fünfte.

Kugelstoßerin Nadine Kleinert ist auf ihrer Abschiedstour im Olympia-Jahr weiter auf Formsuche. Mit 18,51 Metern kam die 36-Jährige vom SC Magdeburg über Rang sieben nicht hinaus; ihre Teamkollegin Josephine Terlecki wurde Achte und Letzte (17,79).

Der Kenianer Paul Koech verfehlte den Weltrekord über 3000 Meter Hindernis nur um 68 Hundertstelsekunden. Nach einem energischen Schlussspurt triumphierte der 30-Jährige in der Weltjahresbestzeit von 7:54,31 Minuten. Der Weltrekord von Saif Saaeed Shaheen aus Katar steht seit acht Jahren bei 7:53,63 Minuten. Koechs Landsmann Abel Mutai hatte als Zweiter (8:01,67) schon über acht Sekunden Rückstand.

Stabhochspringer Malte Mohr ist in Rom Dritter geworden. Der 25-Jährige vom TV Wattenscheid übersprang 5,72 Meter und erfüllte damit als dritter deutscher Stabartist die Olympia-Norm. Über 40 000 Zuschauer im Stadio Olimpico sahen den Sieg des Franzosen Renaud Lavillenie: Der Europameister überquerte die Latte bei 5,82 Meter und packte dann die Stäbe ein. Zweiter wurde sein Landsmann Romain Mesnil (5,72). Altmeister Björn Otto (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) wurde mit 5,60 Metern Vierter.

Homepage Golden Gala Rom

news.de/dpa

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig