Formel 1 in Monaco Schnellste Runde ist «süßes Gefühl» für Schumacher

Michael Schumacher ist zum ersten Mal seit fast sechs Jahren wieder zur Bestzeit in einer Formel-1-Qualifikation gefahren. Beim Monaco-Grand-Prix war er Schnellster, trotzdem darf er nicht von der Pole Position starten. Doch der Mercedes-Pilot und Rekord-Champion zeigt sich im Interview «mächtig stolz».

Michael Schumacher darf sich freuen: In Monaco fuhr er die schnellste Runde. (Foto)
Michael Schumacher darf sich freuen: In Monaco fuhr er die schnellste Runde. Bild: dpa

Was bedeutet Ihnen diese Leistung?

Schumacher: Ich bin mehr als begeistert, hier auf Platz eins zu fahren. Monaco ist eine Prestigestrecke. Nach den Ereignissen der vergangenen zweieinhalb Jahre freut mich das. Wir sind hier, um zu gewinnen. Das ist alles, was zählt. Was war, interessiert mich nicht. Manchmal muss man im richtigen Moment alles zusammenbekommen. Ich bin Mercedes dankbar, die mich ständig unterstützt und mir vertraut haben.

Haben Sie sofort gewusst, dass Ihre Runde zur Bestzeit reicht?

Schumacher: Als ich meine Zeit sah, hab ich gedacht, das ist nicht schlecht. Dann habe ich auf die Leinwände an der Strecke geschaut, bevor die Info von der Box kam. Das ist einfach wunderschön.

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Bedauern Sie jetzt erst recht, dass Sie wegen des Unfalls mit Bruno Senna in Spanien um fünf Startplätze zurückversetzt werden?

Schumacher: Ich denke nicht daran, was vor zwei Wochen vor, sondern nur an das, was jetzt ist.

Sie haben vorher schon gesagt, hier auf Platz eins fahren und dann wegen der Strafe als Sechster starten zu können. Waren Sie sich so sicher?

Schumacher: Ich hatte einfach das Gefühl, das unser Auto stark hier ist. Es war nicht einfach ein lustiger Kommentar. Strecken wie Kanada oder hier sollten uns liegen. Es ist keine komplette Überraschung, dass wir um die vorderen Plätze mitkämpfen können. Nach dem Donnerstagstraining war ich nicht mehr so zuversichtlich. Aber das Team hat das Auto hinbekommen. Das ist das Resultat von großartiger Teamarbeit.

Wo ordnen Sie diese Bestzeit in der Reihe Ihrer vielen Erfolge ein?

Schumacher: Man muss die zwei Kapitel meines Lebens sehen. Das ist ein anderes Kapitel hier und deshalb steht diese Leistung für sich allein. Ich bin froh, dass ich das Vertrauen des Teams zurückzahlen konnte. Es ist ein süßes Gefühl. Nachdem ich zurückgekommen bin, habe ich auf bessere Ergebnisse gehofft. Ich bin erleichtert, dass ich es nun beweisen konnte.

Macht gerade Monaco diese Leistung zu etwas Besonderem?

Schumacher: Monaco ist so besonders, mehr ein Fahrerstrecke als andere. Die Atmosphäre ist speziell. Deshalb ist es fantastisch, wenn so etwas gelingt. Aber die Grundlage war da, wir haben einfach alles zusammenbekommen. Jetzt wollen wir das öfter schaffen.

Was bedeutet das für Ihre Zukunft und die Verhandlungen über Ihren am Saisonende auslaufenden Vertrag?

Schumacher: Wir wollen jetzt kein neues Fass aufmachen. Die Zeit wird kommen, wenn ich für mich eine Bewertung vornehme und dann spreche ich mit dem Team.

jag/news.de/dpa

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