Sportpolitik USA vor Comeback auf Olympia-Bühne: Bewerbung?

Quebec - Die USA stehen vor einem glorreichen Comeback auf der olympischen Bühne.

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USA vor Comeback auf Olympia-Bühne: Bewerbung? Bild: dpa

Ein neuer Deal zwischen dem IOC und dem mächtigen Nationalen Olympischen Komitee der USA (USOC) über die Verteilung der olympischen TV- und Marketinggelder hat den Amerikanern den Weg für eine erfolgreiche Olympia-Kandidatur in naher Zukunft geebnet. Ein IOC-Spitzenfunktionär, der ungenannt bleiben wollte, bestätigte am Mittwoch im kanadischen Quebec die Einigung zwischen beiden Organisationen. Der neue Verteilerschlüssel soll 2020 in Kraft treten und bis 2040 laufen. Dabei soll sich das USOC in Zukunft auch an den Olympia-Kosten beteiligen.

Das Verhältnis zwischen dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und USOC war jahrelang empfindlich gestört. Daraus resultierten krachende Wahlniederlagen der US-Bewerber bei der Olympia-Vergabe. New York war beim Rennen um die Spiele 2012 im zweiten Wahlgang ausgeschieden, Chicago scheiterte trotz der Präsenz von US-Präsident Barack Obama bei der finalen Abstimmung um das Ringe-Spektakel 2016 sogar bereits in der ersten Runde. Salt Lake City als Austragungsort der Winterspiele 2002 und Atlanta als Ausrichter der Sommerspiele 1996 waren die letzten amerikanischen Olympia-Gastgeber.

Hintergrund der belasteten Beziehung war eine mehr als zwanzig Jahre alte und 1996 neu verfasste Regelung, die der verstorbene IOC-Präsident Juan-Antonio Samaranch und sein damaliger Marketing-Chef Richard Pound zu verantworten haben. Die Abmachung war zeitlich unbegrenzt und sah vor, dass 12,75 Prozent der Zahlungen des US-Fernsehens und 20 Prozent der Einkünfte aus dem globalen TOP-Sponsoren-Programm des IOC im Vorabzug an das USOC gehen.

Dadurch kassierte das US-NOK aus den IOC-Marketing-Einnahmen fast so viel wie alle anderen Nationalen Olympischen Komitees zusammen. Diese krasse Bevorteilung der USA wollten viele Mitglieder der olympischen Familie nicht länger akzeptieren. Das USOC wehrte sich allerdings lange Zeit gegen eine gerechtere Neuaufteilung.

Jetzt könnte das neue Einverständnis das nächste fruchtbare Zeitalter in der Zusammenarbeit zwischen dem IOC und USOC einläuten. Die US-Städte Salt Lake City, Denver, Reno/Lake Tahoe und Bozeman/Montana haben bereits Interesse an einer Kandidatur für die Winterspiele 2022 bekundet. Als wahrscheinlicher gilt aber eine US-Bewerbung für die Sommerspiele 2024 - durch die enorme Wichtigkeit der USA innerhalb der olympischen Bewegung eine Kandidatur mit großen Erfolgschancen.

news.de/dpa

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