FC Bayern München Heynckes braucht Hilfe

Champions League
Das Finaltrauma von München

Von news.de-Redakteur
Jupp Heynckes wankt: Nach dem verlorenen Champions-League-Finale steht der nervöse Bayern-Trainer auf dem Prüfstand. Doch es ist kein geeigneter Nachfolger in Sicht. News.de hat die Lösung für den Bayern-Schlamassel.

Der Trainer-Gentleman Jupp Heynckes hat einmal klargestellt, dass er niemals lügt - auch nicht gegenüber Journalisten. Allerdings windet sich der Bayern-Trainer gern um eindeutige Antworten herum. Von ARD-Mann Gerhard Delling auf seine Zukunft beim FC Bayern München angesprochen, sagte der 67-Jährige uneindeutig: «Ich habe bis 2013 Vertrag, und wenn sich irgendetwas ändert, würden der FC Bayern und ich das gemeinsam bekanntgeben.» Eine merkwürdig defensive Aussage, die eher vermuten lässt, dass sich Heynckes und der deutsche Rekordmeister vorzeitig trennen werden.

Der einstige Nationalstürmer ist zwar ein glänzender Moderator zwischen Mannschaft und Klubbossen. Doch das Potenzial der teuren Bayern-Mannschaft schöpft er nicht aus. Heynckes hat es versäumt, mit seiner Mannschaft Lösungen einzustudieren, die attraktiven und erfolgreichen Fußball à la Borussia Dortmund und Nationalteam garantieren. Die Mannschaft braucht jetzt nicht nur Verstärkungen, sondern neue Impulse von der Trainerbank; sonst ändert sich am Status Quo nicht viel und die Konkurrenz aus Dortmund wird den Münchnern weiter enteilen.

Bayern-Trainer? So schwer wie Papst oder US-Präsident sein

Doch daraus ergeben sich zwei Probleme: Zum einen hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß seinem Freund Jupp Heynckes sein Wort gegeben, ihn für zwei Jahre zu verpflichten. Das mag angesichts der Schnelllebigkeit des Fußballgeschäfts altmodisch wirken. Hoeneß hat jedoch stets betont, dass es sein größter Fehler gewesen sei, Jupp Heynckes 1991 beim FC Bayern rausgeschmissen zu haben. Eine vorzeitiger Abschied wäre also nur möglich, wenn sich Heynckes und die Bayern einvernehmlich trennen.

Und was noch viel schwerer zu lösen ist: Wer soll Heynckes beerben? Der Cheftrainerposten beim FC Bayern ist neben Papst und Präsident der USA der diffizilste Posten der Welt. In Deutschland wird diese Würde und Bürde zugleich nur Joachim Löw und Jürgen Klopp zugetraut, die bekanntlich gerade in anderer Mission unterwegs sind. Unter den verfügbaren Kandidaten aus dem Ausland wie André Villas-Boas oder Pep Guardiola spricht keiner Deutsch.

Die Ideallösung: ein Co-Trainer mit Chef-Ambitionen

Ein perfekter Ausweg aus diesem Schlamassel wäre, wenn Bayern Heynckes einen taktisch bestens geschulten Co-Trainer mit Ambitionen zur Seite stellen würde, am besten mit Stallgeruch. Einer wie einst Jogi Löw bei Jürgen Klinsmann, der seinen Boss dann 2013 beerben könnte.

Heynckes' bisherigen Assistent Peter Hermann soll es aus privaten Gründen nach news.de-Informationen wieder zurück nach Leverkusen ziehen. Dieser gemäßigte Umbruch würde frischen Wind ins Bayern-Spiel bringen und weder Heynckes noch den Bayern schaden. Ein Kandidat auf Hermanns Nachfolge wäre zum Beispiel der ehemalige Bayern-Spieler Hansi Flick. Der derzeitige Co-Trainer von Jogi Löw würde perfekt ins Anforderungsprofil passen.

ham/phs/news.de

Leserkommentare (5) Jetzt Artikel kommentieren
  • Rufus
  • Kommentar 5
  • 01.06.2012 11:41

Herr Heynckes wird den Club spätestens 2013 verlassen. Punkt. Jetzt einen geeigneten und ambitionierten Co an seine Seite zu stellen ist nicht die dümmste Variante. Denke aber, dass LeFavre 2013 kommen wird. Ist ein erstklassiger Mann mit gutem Charakter. Wird sehr gut ins Team passen und Bayern auf Jahre seinen Stempel aufdrücken können.

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  • Frank Schürmann
  • Kommentar 4
  • 24.05.2012 15:10

Bayern München und Jupp Heynckes sollten den Vertrag weiter einhalten! Sie passen gut zusammen. Meiner Meinung nach ist der FCB einer der drei besten Vereine auf der Welt! Kopf hoch, und bitte weiter so FCB!

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  • RAGNAROEKR
  • Kommentar 3
  • 23.05.2012 14:39

Bayern ist z.Zt. die beste Vereinsmannschaft in Europa und damit in der Welt. Auch solche Mannschaften können verlieren. Das liegt nicht beim Trainer, wobei auch ein guter Trainer Unterstützung brauchen kann. Bayern ist entwicklungsfähig, das ist die Zukunft des Vereins. Dieser hat in seinem Präsidenten einen Garanten. Bayern ist ein Maßstab für andere und hängt damit die Messlatte hoch. Zu wünschen ist, dass weitere deutsche Clubs das Niveau von Bayern erreichen. Die Bundesliga sollte die beste Liga der Welt werden. Bayern hat dafür einiges getan.

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