Basketball Ulms Basketball-Märchen geht weiter

Ulm - Nicht in Berlin, nicht in München und auch nicht in Bamberg: Das Herz des deutschen Basketballs schlägt derzeit in Ulm. Als einziges Team sind die Donaustädter in den Playoffs der Bundesliga noch ungeschlagen und feiern in ihrer schmucken neuen Arena ein Spektakel nach dem anderen.

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Ulms Basketball-Märchen geht weiter Bild: dpa

«Was hier entstanden ist, zeigt die Kraft des Basketballs», lobte Jan Pommer, Geschäftsführer der Basketball Bundesliga (BBL). Am Sonntag lieferte sich das Team von Trainer Thorsten Leibenath im Duell der Überraschungsmannschaften ein spannendes und hochklassiges Duell mit den s.Oliver Baskets Würzburg. Der Aufsteiger aus Franken verlangte den Ulmern alles ab, doch das Sensationsteam der Liga löste auch diese knifflige Aufgabe und ging durch ein 77:65 in der Best-of-Five-Serie mit 1:0 in Führung.

Welchen Aufschwung der Basketball in Ulm genommen hat, wurde bereits vor dem ersten Halbfinal-Duell deutlich. Da wurde Leibenath als Coach des Jahres ausgezeichnet, zudem nahm Center John Bryant die Trophäe für den wertvollsten Spieler der Hauptrunde (MVP) entgegen. «Das ist verrückt, was da gerade abgeht. Wir machen zwei Schritte vorwärts», sagte Geschäftsführer Thomas Stoll im Interview mit der «Südwest Presse».

Auch bei der Konkurrenz sorgt der Ulmer Höhenflug für Anerkennung. «Die Ulmer haben alles richtig gemacht. Sie haben die neue Arena genau zum richtig Zeitpunkt eröffnet», lobte Marco Baldi, Geschäftsführer von ALBA Berlin, bereits vor Beginn der Playoffs. Sieben der ersten neun Hauptrundenpartien bestritten die Ulmer in der Fremde, ehe der Umzug in die 6000 Zuschauer fassende Arena endlich über die Bühne ging. Lediglich Titelverteidiger Bamberg gelang es seitdem, die neue Schwaben-Festung zu stürmen.

Dabei waren sich die Ulmer Verantwortlichen selbst nicht sicher, was sie von der neuen Saison erwarten sollten. In der vergangenen Spielzeit hatten sie die Playoffs klar verpasst, es folgte die unschöne Trennung von Trainer Mike Taylor. Doch schon in der Vorbereitung wurde deutlich, dass in Ulm etwas heranreift, das im Laufe der Saison noch viel Spaß machen würde.

Nationalspieler Per Günther führt in beeindruckender Art und Weise Regie, die beiden Zwerge Tommy Mason-Griffin und Isaiah Swann wirbeln in Topform über das Parkett und unter dem Korb überzeugt Bryant mit seiner unnachahmlichen Präsenz. Bereits im Pokal-Halbfinale hatten sie Branchenprimus Bamberg am Rande der Niederlage. Seitdem sind sich die Experten einig: Wenn jemand Bamberg stoppen kann, dann Ulm.

news.de/dpa

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