Fußball Freitag fordert schärfere Sicherheitsmaßnahmen

Berlin - Die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses Dagmar Freitag fordert nach den Fan-Tumulten im Bundesliga-Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC schärfere Sicherheitsmaßnahmen in deutschen Fußballstadien.«Die Eskalation in Düsseldorf hatte eine ganz neue Qualität und für mich ist klar, dass man die Sicherheitsmaßnahmen verschärfen muss», sagte sie «Tagesspiegel Online».

Freitag fordert schärfere Sicherheitsmaßnahmen (Foto)
Freitag fordert schärfere Sicherheitsmaßnahmen Bild: dpa

Allerdings gehörten «realitätsferne Forderungen» nach Gesichtsscannern aus ihrer Sicht nicht dazu. Nach wie vor sei es richtig, Fanprojekte zu stärken, «aber das reicht offensichtlich nicht, um den harten Kern der verantwortungslosen Fußballfans zu erreichen. Die Sicherheit der Zuschauer, der Spieler und Schiedsrichter muss an erster Stelle stehen, und nicht etwa das zweifelhafte Vergnügen der Ultras.»

Bei dem Spiel sei während der Ausschreitungen Leib und Leben für viele Beteiligte - Zuschauer, Spieler, Sicherheitskräfte - in Gefahr gewesen. «Solche Vorkommnisse bringen den Fußball an einen Scheideweg, und deshalb müssen die Verantwortlichen aufpassen, dass der Fußball nicht in eine Gewaltspirale rutscht, die die Faszination der Sportart in Gefahr bringt», sagte Freitag.

Nach Angaben der nordrhein-westfälischen Gewerkschaft der Polizei (GdP) kostet eine Hundertschaft am Tag rund 100 000 Euro. Zahlen müssen dies die jeweiligen Bundesländer. Bei Risikospielen können auch mehrere Hundertschaften im Einsatz sein. Die GdP ist gegen die Forderung, solche Einsätze von den Vereinen bezahlen zu lassen. «Für öffentliche Sicherheit ist der Staat zuständig. Deswegen zahlen Sie Steuern», sagte ein GdP-Sprecher. Die Vereine müssten als Veranstalter für die Sicherheit des Spiels garantieren - also dafür sorgen, dass genügend ausgebildete Ordner im Stadion sind. Früher hätten Polizisten sogar noch Tickets kontrolliert, sagte der Sprecher. Das sei heute alles Aufgabe der Ordner, die auch der Verein bezahlen müsse.

news.de/dpa

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