Fußball Galatasaray erhielt Pokal erst auf Druck von Erdogan

Galatasaray erhielt Pokal erst auf Druck von Erdogan (Foto)
Galatasaray erhielt Pokal erst auf Druck von Erdogan Bild: dpa

Istanbul - Der neue türkische Fußballmeister Galatasaray Istanbul hat den Meisterpokal inmitten der schweren Krawalle am Wochenende erst auf politischen Druck von ganz oben bekommen.

Wegen der Ausschreitungen in der Arena des Lokalrivalen Fenerbahce hätten Behördenvertreter Galatasaray gedrängt, eine Übergabe in einer Umkleidekabine des Sükrü-Saracoglu-Stadions zu akzeptieren oder ganz darauf zu verzichten, berichteten türkische Medien.

Galatasaray-Trainer Fatih Terim habe den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan angerufen, der ihm Hilfe zugesagt habe. «Wenn wir den Titel nicht hier erhalten, wird niemand mehr den Pokal im gegnerischen Stadion bekommen können», habe Terim dem Regierungschef erklärt. Schließlich wurde der Pokal übergeben, nachdem Fenerbahce abgezogen war - ohne Flutlicht und nur vor den Lampen der Fernsehkameras.

Erdogan, selber als Fenerbahce-Anhänger bekannt, verurteilte scharf die Gewalt der Zuschauer. Bei Zusammenstößen von Fenerbahce-Fans mit der Polizei und den Anhängern von Galatasaray wurden nach Angaben 36 Menschen verletzt. Ein Mann war von einem Schuss getötet worden, den Fans als Freudenfeuer abgegeben haben sollen. Ein weiterer Mann erlitt einen Herzinfarkt und starb.

Galatasaray Istanbul hatte am Samstag nach einem 0:0 bei Fenerbahce seinen 18. Titel in der türkischen Süper Lig geholt und damit nach Meisterschaften mit dem Lokalrivalen gleichgezogen.

news.de/dpa

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