Fußball Sportchef Schulte muss bei St. Pauli gehen

Hamburg - Nach der abgewendeten Trennung von Trainer André Schubert muss Sportdirektor Helmut Schulte den Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli verlassen.

Sportchef Schulte muss bei St. Pauli gehen (Foto)
Sportchef Schulte muss bei St. Pauli gehen Bild: dpa

Diverse Krisengespräche ergaben keine Annäherung, nach dpa-Informationen ist die Trennung zwischen Vorstand und Schulte beschlossen.

Der 54-Jährige war in den Fokus geraten, nachdem Schubert am vergangenen Montag den Vorstand von seiner Arbeitsweise überzeugt hatte und seinen Vertrag bis 2013 erfüllen darf. Der Sportchef und der Coach hatten während der Saison diverse Meinungsverschiedenheiten.

Schulte ist seit 2008 beim FC St. Pauli als sportlicher Leiter tätig. Sein Vertrag läuft bis Februar 2013. Schon mit Vorgänger Holger Stanislawski hat es Probleme in der Kommunikation gegeben. Bereits nach dem Abstieg der Hanseaten im Vorjahr aus der Bundesliga gab es Trennungsgerüchte. Immer wieder sollen sich Spieler über den gebürtigen Sauerländer beklagt haben, er habe sie in Vertragsgesprächen zu lange im Ungewissen über ihre Zukunft gelassen.

Zuletzt soll Schulte vom Verein eine Verlängerung seines Arbeitsverhältnisses bis 2016 als Vertrauensbeweis gefordert haben. Doch der Vorstand war dagegen. In Hamburger Medien wird spekuliert, dass der sportliche Leiter schon einen neuen Verein gefunden hat.

St. Pauli soll nun eine interne Lösung als Nachfolge für den mächtigen Schulte anstreben. Scouting-Chef Stefan Studer, Co-Trainer Thomas Meggle und Vize-Präsident Jens Duve sollen die sportlichen Planungen in Abstimmung mit Schubert übernehmen.

Für Schulte, der auf St. Pauli von den Fans verehrt wird, geht damit seine zweite Dienstzeit beim Hamburger Stadtteilclub zu Ende. Der 1,93 Meter große ehemalige Abwehrspieler begann seine Karriere 1984 als Jugendtrainer auf dem Kiez, wurde dann Co-Trainer der Profimannschaft und nach dem Abschied von Willi Reimann Chefcoach. Zwar schaffte er mit St. Pauli den Aufstieg in die Bundesliga, wurde aber im Februar 1991 entlassen. Über die Stationen Dynamo Dresden, FC Schalke 04 und VfB Lübeck war er im März 2008 an die Elbe zurückgekehrt.

news.de/dpa

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