Eishockey Ex-NHL-Star Schubert im Nationalteam wieder gefragt

Ex-NHL-Star Schubert im Nationalteam wieder gefragt (Foto)
Ex-NHL-Star Schubert im Nationalteam wieder gefragt Bild: dpa

Stockholm - Wenn Christoph Schubert über Jakob Kölliker spricht, gerät der frühere NHL-Star regelrecht ins Schwärmen. Der Eishockey-Bundestrainer hat es dem Verteidiger angetan.«Er ist ein ganz sympathischer Mensch mit viel Sachverstand vom Eishockey.

Er hat viel richtig gemacht», sagte der Abwehrhüne der deutschen Nationalmannschaft der Nachrichtenagentur dpa.

Das Lob des 30 Jahre alten Routiniers verwundert nicht. Kölliker holte den unter seinem Vorgänger Uwe Krupp verstoßenen Schubert zurück ins Nationalteam. Seitdem der Schweizer die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) im vergangenen Sommer übernahm, ist Schubert im Nationalteam wieder gefragt. «Schubert ist ein großer, physisch starker Verteidiger. Er hat einen sehr guten Schuss, der dem gegnerischen Torhüter Schmerzen bereiten kann. Sei es, wenn die Scheibe im Tor ist oder am Körper», begründete Kölliker Schuberts Reaktivierung für das Nationalteam.

Der gebürtige Münchner spielt derzeit in Stockholm seine vierte WM für Deutschland, auch an zwei olympischen Spielen nahm Schubert teil. In der NHL spielte er über 300 Mal für Ottawa und Atlanta. Für Kölliker ist der Profi von den Hamburg Freezers der wichtigste Verteidiger im Kader. Knapp vor dem Mannheimer Nikolai Goc bekommt Schubert die meiste Eiszeit von allen Spielern. «Der Köbi vertraut mir. Wir haben ja viele Jüngere dabei. Er will einfach, dass ich die Mannschaft ein bisschen führe», sagte Schubert zu seiner Rolle.

Am Dienstag beim unglücklichen 0:2 gegen die russischen Edeltechniker stellte der Bundestrainer Schubert als Sonderbewacher für den NHL-Topscorer Jewgeni Malkin ab. Schubert hielt den Superstar der Pittsburgh Penguins weitestgehend in Schach und setzte als einziger Verteidiger zudem auch in der Offensive Akzente.

Unter Krupp wäre eine solche Rolle noch undenkbar gewesen. Nach der verkorksten WM 2009, bei der Deutschland sportlich eigentlich abgestiegen wäre, hätte es die Heim-WM 2010 nicht gegeben, wurde Schubert nicht mehr berücksichtigt. Vor einem Jahr, in der Vorbereitung auf die WM 2011 wurde er dann plötzlich wieder nominiert, um dann, nach einem Spiel gegen Weißrussland (3:1), doch wieder aus dem Kader gestrichen zu werden.

«Das mit dem Uwe ist vorbei. Ich weiß immer noch nicht genau, was ich gemacht habe. Aber ich rede jetzt auch nicht mehr drüber. Ich kann ihm immer noch in die Augen schauen und habe kein persönliches Problem mit ihm», meinte Schubert.

Dass die Art und Weise aber immer noch an ihm nagt, kann der Münchner indes nicht verbergen. «Ich habe immer gerne für Deutschland gespielt und habe mir immer Zeit genommen. Ich bin auch, als ich drüben war, immer sofort rüber geflogen. Da kann mir niemand vorwerfen, dass ich mir nicht die Zeit genommen hätte, für mein Land zu spielen», bekräftigte Schubert, der sich bei seinen Lobeshymnen auf Kölliker auch einen Seitenhieb auf dessen Vorgänger nicht verkneifen kann. «Seitdem er da ist, haben wir gute Resultate eingefahren. Man merkt richtig, dass die Jungs Spaß haben, unter ihm zu spielen. Jeder freut sich wieder, hier zu spielen.»

news.de/dpa

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