Moderner Fünfkampf Staffel-Gold motiviert Schöneborn: Wir haben viel Spaß

Staffel-Gold motiviert Schöneborn: Wir haben viel Spaß (Foto)
Staffel-Gold motiviert Schöneborn: Wir haben viel Spaß Bild: dpa

Rom - Der ungewöhnliche Zeitplan in Rom hat Lena Schöneborn einen perfekten Einstand in die Weltmeisterschaft im Modernen Fünfkampf beschert.

Der Titel in der Damen-Staffel, normalerweise eine der letzten WM-Entscheidungen, war eine prima Motivationsspritze für den Einzelwettkampf.

«Wir hatten sehr viel Spaß und sind alle ganz hingerissen», sagte die Olympiasiegerin zu dem Erfolg, den sie mit ihren starken Kolleginnen Annika Schleu und Janine Kohlmann feierte. Bundestrainerin Kim Raisner, die das Trio in Berlin betreut, hatte ihrer Top-Athletin den Start in der nicht-olympischen Staffel frei gestellt. Schöneborn sagte zu. Die Ausnahmesportlerin hat den Fokus in diesem Jahr auf Olympia in London gerichtet, will aber bei der WM ihre Form überprüfen und im Einzel auf jeden Fall besser als Platz fünf wie im Vorjahr abschneiden.

Die Darmstädterin Eva Trautmann, die noch um das Olympia-Ticket kämpft, verzichtete dafür auf die Staffel. Sie reist erst an diesem Mittwoch an und konzentriert sich ganz auf die Einzel-Wettkämpfe am Donnerstag (Halbfinale) und Samstag (Finale).

«Ich musste ganz schön rennen», berichtete Schöneborn. Sie hatte als Schlussläuferin im Combined einen Aussetzer am Schießstand, holte aber die kurzzeitig vor ihr liegende chinesische Ex-Weltmeisterin Qian Chen mit wenigen Schritten ein. «Netter wäre es gewesen, wenn Lena sich nicht so ausgepowert hätte», erklärte Bundestrainerin Kim Raisner. «Aber wer weiß, wofür es gut ist.» Die große Feier fiel angesichts der anstehenden Aufgaben aus. «Angestoßen haben wir aber schon», sagte die Trainerin.

Ein Selbstläufer wird der nächste Wettkampf für Schöneborn nicht. Die Nummer eins der Weltrangliste hat in ihrer Karriere schon viele Erfolge gefeiert, der WM-Titel im Einzel fehlt ihr aber noch. Andere Mitfavoritinnen wie die dreifache Weltmeisterin Amelie Caze aus Frankreich ließen die Staffel aus.

Bundestrainerin Raisner hatte vor WM-Beginn den Zeitplan in der italienischen Hauptstadt kritisiert. Von dieser Meinung rückte sie nach dem imponierenden Sieg nicht ab: «In dieser Verfassung hätten wir die Staffel auch zum Abschluss der WM gewinnen können.»

news.de/dpa

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