Fußbal Babbel zu Fanprotesten: «Wiese interessiert das nicht»

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Babbel zu Fanprotesten: «Wiese interessiert das nicht» Bild: dpa

Zuzenhausen - Nationaltorwart Tim Wiese und sein künftiger Trainer Markus Babbel machen sich keinen Kopf um Proteste der Fans von 1899 Hoffenheim gegen die Verpflichtung des Bremer Profis.

«Wiese interessiert das nicht, er will nur seine Leistung bringen», sagte Babbel.

Allerdings räumte er ein: «Wie der ganze Transfer ablief, war etwas unglücklich. Ich hätte es gerne etwas ruhiger gehabt.» Der 30 Jahre alte Wiese erklärte im Interview der «Syker Kreiszeitung» zu den Unmutsäußerungen der Hoffenheimer Anhänger, die im letzten Heimspiel lautstark Stammkeeper Tom Starke gefeiert hatten: «Den Respekt der Fans muss man sich immer erst hart erarbeiten. Ich habe immer alles gegeben, und das haben die Fans in mir gesehen, waren deswegen auf meiner Seite.» Wiese kommt ablösefrei in den Kraichgau und erhält dort einen Vertrag bis zum 30. Juni 2016.

Der Keeper begründete den Wechsel mit familiären Umständen (seine sechsjährige Tochter wird im Sommer eingeschult) - «und weil ich den Verein wirklich toll finde. Es ist super, was die da auf die Beine gestellt haben». Seinen ursprünglich geäußerten Anspruch, in der Champions League und um Titel zu spielen, bestritt der sechsmalige Nationalspieler nicht: «Das habe ich vor einigen Wochen gesagt. Da sah alles auch noch ein bisschen anders aus.»

Angeblich soll Wiese bei Real Madrid im Gespräch gewesen sein. Er sei aber absolut im Reinen mit sich. Babbel habe ihm ein tolles Konzept vorlegt und versprochen, «dass wir super Fußball spielen werden».

Nach den Verpflichtungen von Wiese und Stürmer Eren Derdiyok, der für eine geschätzte Ablösesumme von fünf Millionen Euro vom Ligarivalen Bayer Leverkusen kommt, bekräftigte Babbel seine gestiegenen sportlichen Ambitionen: «Es ist ja kein Geheimnis, dass wir vorhaben, uns Stück für Stück nach vorne zu arbeiten. Das habe ich ihm aufgezeigt. Man sieht ja, wie knapp wir davor standen, in der Europa League zu spielen. Er kann daran teilhaben, Geschichte zu schreiben, als erste Hoffenheimer Mannschaft international dabei zu sein.» Auch von der Champions League dürfe man träumen - allerdings noch nicht im nächsten Jahr.

news.de/dpa

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