Fußball Schwebende Bayern siegen im Sparmodus gegen den VfB

Schwebende Bayern siegen im Sparmodus gegen den VfB (Foto)
Schwebende Bayern siegen im Sparmodus gegen den VfB Bild: dpa

München - Die meisten Helden von Madrid durften die Beine hochlegen - na und? Zum 2:0 (1:0)-Sieg gegen den VfB Stuttgart reichte es für die Final-Bayern auch mit der zweiten Garde.

In besonderer Erinnerung wird das Spiel wohl nur Torhüter Jörg Butt behalten.

«Es war schön, ich habe es genossen», erklärte der 37 Jahre alte Torhüter nach seinem «Abschiedsspiel», bei dem er das Münchner B-Team sogar als Kapitän aufs Spielfeld führen durfte. «Butt, Butt, Butt», hallte es nach den wohl letzten «großartigen Paraden» (Trainer Jupp Heynckes) des künftigen Jugendchefs des FC Bayern bei einem Kopfball von Shinji Okazaki (36. Minute) und einer Großchance von Vedad Ibisevic (38.) durch die ausverkaufte Arena. «Die Jungs haben gerade in der ersten Halbzeit ein paarmal die Stuttgarter durchlaufen lassen, damit ich was zu tun bekomme», scherzte der Routinier, der im Sommer seine Profi-Karriere beendet.

Auch die Tore von Mario Gomez (32. Minute) und Thomas Müller (90.+2) rissen die Zuschauer kurz aus ihren Endspiel-Träumen, die sie immer und immer wieder mit Inbrunst besangen. «Finale, oho, Finale» - München hat bis zum 19. Mai einen vorgezogenen Sommer-Hit.

Heynckes gönnte Manuel Neuer & Co. eine schöpferische Pause, beim ersten Casting fürs Champions-League-Endspiel durften sich Anatoli Timoschtschuk und Diego Contento in der Abwehr für die gegen Chelsea gesperrten Holger Badstuber und David Alaba empfehlen. Auch Müller rackerte - für ihn ist durch die Sperre von Luiz Gustavo ein Platz in der Startelf frei geworden. «Einige Positionen sind dank dieser unsäglichen Gelbe-Karten-Regel offen. Die Spieler müssen zeigen, wer sich für das Champions-League-Finale qualifiziert», erklärte Sportdirektor Christian Nerlinger.

«Das sind schöne Wochen, die auf uns zukommen», schwärmte Gomez, der auch noch die Torjäger-Kanone als persönlichen Titel einheimsen kann. Vor dem letzten Spieltag ist allerdings Klaas Jan Huntelaar im Zweikampf mit dem Torschützenkönig der Vorsaison in Führung gegangen - es steht 27:26 für den Schalker. «Ich werde versuchen, nächste Woche in Köln wieder zu treffen. Wenn's reicht, ist es schön, wenn nicht, werde ich Klaas Jan gratulieren. Er ist hartnäckig», erklärte Gomez entspannt: «Ich habe zwei Riesenziele vor Augen, das ist aber nicht die Torjägerkanone, sondern Pokal und Champions League.»

Mit fünf Handküsschen bedankte sich Gomez nach seinem 41. Pflichtspieltreffer der Saison gegen seinen Ex-Club beim Kollegen Müller, der ihm selbstlos den Treffer aufgelegt hatte. «Es tut gut, nach diesem Riesenerlebnis in Madrid trotzdem die Pflichtaufgabe zu gewinnen», betonte Müller, der mit dem 2:0 den Schlusspunkt setzte. «Es war nicht so einfach. Frisch waren wir nicht», gestand Badstuber.

Immerhin half der VfB den müden Bayern beim Siegen. Vorne wurden einige Großchancen versiebt, hinten patzte Abwehrspieler Maza beim 0:1. «Der Fehler hat den Bayern in die Karten gespielt. Es war mehr drin», haderte Trainer Bruno Labbadia. Der fünfte Platz, der ohne Qualifikation in die Gruppenphase der Europa League führen würde, wurde vor dem Saisonfinale am kommenden Samstag an Leverkusen verloren. «Das ist ärgerlich», sagte Sportdirektor Fredi Bobic: «Jetzt müssen wir Wolfsburg schlagen und auf Nürnberg hoffen.»

news.de/dpa

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