Fußball Abstiegskrimi in der Bundesliga: Vier Clubs, ein Ziel

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Abstiegskrimi in der Bundesliga: Vier Clubs, ein Ziel Bild: dpa

Düsseldorf - Der Abstiegskrimi steht kurz vor der Auflösung. Am 33. Spieltag der Fußball-Bundesliga könnte die Entscheidung fallen, wer Kaiserslautern in die 2.

Liga begleiten muss. Mit den schlechtesten Aussichten geht Hertha BSC (28 Punkte) in den Endspurt.

Angesichts des Rückstands auf den Tabellen-15. FC Augsburg (34) besteht bei den Berlinern wohl nur noch die Hoffnung auf Relegationsplatz 16 (1. FC Köln/30). Der Hamburger SV scheint mit 35 Zählern gesichert.

«Der Abstieg ist sehr, sehr nah», sagte Hertha-Torhüter Thomas Kraft dem «Kicker». «Es muss viel zusammenkommen, damit wir die Relegation packen.» Die von Chefcoach Otto Rehhagel im Trainingslager in Castrop-Rauxel kasernierten Berliner haben die Rettung nicht mehr selbst in der Hand und zudem mit dem Spiel beim Schalke 04 die wohl schwerste Aufgabe. «Es hilft kein Heulen und Jammern. Wir müssen auf Schalke der Situation unter unheimlichem Druck gerecht werden», sagte der 73-jährige Rehhagel.

Herthas Mitaufsteiger Augsburg muss in Mönchengladbach antreten. Das ist auch deshalb eine hoch interessante Konstellation, weil Schalke (58 Punkte) und Gladbach (56) im Kampf um den direkten Champions-League-Platz nichts zu verschenken haben. Schalke-Innenverteidiger Joel Matip rechnet mit großer Gegenwehr der Hertha-Profis. «Sie werden sicher um jeden Zentimeter kämpfen. Wir müssen dagegen halten und uns auf unsere Stärken besinnen. Ich denke, dass wir uns mit unserer Qualität zu Hause durchsetzen und die drei Punkte behalten werden.»

Der 1. FC Köln ist seit der Wahl des neuen Präsidiums um Werner Spinner und «Vize» Toni Schumacher nicht mehr führungslos und hat in Frank Schaefer einen Hoffnungsträger auf der Bank. Doch bisher ließen sich Lukas Podolski und Co. von der Zuversicht des FC-Trainers noch nicht mitreißen, holten in zwei Spielen mit Schaefer nur einen Punkt.

Gleichwohl ist Schumacher sicher, dass sein FC nicht absteigt: «Ich bin absolut überzeugt, dass wir es schaffen», sagte der ehemalige Nationaltorhüter vor dem Showdown im Breisgau. Freiburgs Trainer Christian Streich versprach, dass sich sein Team trotz eigener Rettung voll reinhängt: «Wir sind Sportsleute und haben eine Verpflichtung allen Vereinen gegenüber.»

Im Vergleich zu Berlin und Köln, wo gewalttätige Hooligans zuletzt für unliebsame Schlagzeilen sorgten, herrscht in Augsburg und inzwischen auch in Hamburg eine gedeihliche Arbeitsatmosphäre. Beide stehen kurz vor dem Klassenverbleib und wollen dem direkten Duell zum Saisonabschluss am 5. Mai in Augsburg schon vorher jegliche Brisanz nehmen. «Wir wollen hier in Augsburg am letzten Spieltag gegen den HSV ein Fußballfest haben», sagte FC-Coach Jos Luhukay.

Nur noch ein kleiner Schritt fehlt dem Liga-Dino HSV. Der soll im Heimspiel gegen Mainz 05 gelingen. Trainer Thorsten Fink stellt Stürmer Paolo Guerrero nach Ablauf dessen Acht-Spiele-Sperre sogar einen Platz in der Startelf in Aussicht. «Viele Leute sagen, dass wir nur noch einen Punkt brauchen, für mich sind drei Punkte wichtig», betonte der Peruaner, der Mladen Petric bei dessen Abschiedsspiel vor heimischen Fans unterstützen soll.

news.de/dpa

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