Madrid vs. München Schweinsteiger stellt sich selbst auf

Özil & Schweinsteiger
Fußball, Frauen und Frisuren

Doch reicht es für die riesengroße Herausforderung am Mittwoch? «Es wird noch ein Stück schwieriger als im Hinspiel. Wir spielen im Bernabéu-Stadion. Das ist etwas anderes. Es werden alle Leute gegen uns sein», betonte Schweinsteiger. 80 000 Zuschauer werden die Arena füllen, ihr Team nach vorne treiben. «Dagegen muss man sich stemmen», forderte der Nationalspieler. Das gilt auch für ihn.

Jetzt müsse sich Schweinsteiger «die letzten Prozente» zur gewohnten Leistungsstärke holen, erklärte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge: «Ich habe nicht erwartet, dass er nach den Verletzungen jetzt bei hundert Prozent ist. Ich glaube aber, dass Bastian ein wichtiger Faktor ist, dass wir das Finale chancenreich angehen.»

Nach dem 2:1-Hinspielsieg war Schweinsteiger unzufrieden aus der Allianz Arena gestapft. Jupp Heynckes hatte ihn ausgewechselt. Mit zwei Patzern hatte Schweinsteiger Real eine Torchance eröffnet und das Gegentor von Mesut Özil eingeleitet. Trotzdem weiß Heynckes um die Bedeutung seiner Führungskraft, die nach Schlüsselbeinbruch und Fußverletzung noch nicht wieder zu alter Form auflaufen konnte. «Bastian hat strategische Fähigkeiten. Er hat eine große Übersicht. Er ist ballgewandt. Und vor allem bringt er Ruhe in unser Spiel und auch klare Direktiven», betonte der Trainer, der einen Schweinsteiger in Bestform immer wieder mit Weltklassespielern wie Xavi und Iniesta vom FC Barcelona auf eine Stufe hebt.

Schweinsteiger droht das Schicksal als ewiger Zweiter

Die beiden Spanier haben dem 90-maligen deutschen Nationalspieler jedoch etwas Entscheidendes voraus: Internationale Titel! Sie sind Weltmeister, Europameister, Champions-League-Sieger. Schweinsteiger hingegen ist in allen drei Wettbewerben bislang im Finale gescheitert. Darum will er unbedingt ins Endspiel am 19. Mai und wird dafür alles geben im Kräftemessen mit Real. Im Sommer wird er 28 Jahre alt. Jetzt muss langsam ein großer Titel her, am besten erst die Champions League im eigenen Stadion und dann die Europameister-Trophäe am 1. Juli im Endspiel in Kiew, der Hauptstadt der Ukraine. Sonst droht ihm und seiner Generation das Schicksal der ewigen Zweiten.

Dafür muss Schweinsteiger seinen Spanien-Fluch überwinden. 2008 verlor er das EM-Finale gegen die Iberer (0:1). 2010 beendeten Xavi, Iniesta & Co. bei der Weltmeisterschaft in Südafrika im Halbfinale wieder die deutschen Titelhoffnungen (0:1). Kurz zuvor hatte Schweinsteiger mit den Bayern das Champions-League-Finale gegen Inter Mailand verloren (0:2). Wo? In Madrid. Im Estadio Santiago Bernabéu.

Die Rückkehr in den mystischen Fußball-Tempel soll triumphal werden. «Ich bin sehr, sehr sicher, dass wir einen guten Auftritt machen werden», sagte Schweinsteiger. Wenn es ihm gelingt, die Angriffswellen der Königlichen zu stoppen und vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw die tödlichen Pässe seines Nationalelf-Kollegen Mesut Özil zu unterbinden, könnte Madrid auch für ihn ein Meilenstein auf dem Weg zur eigenen Krönung werden.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Real Madrid: Casillas - Arbeloa, Pepe, Sergio Ramos, Coentrão - Khedira, Xabi Alonso - di Maria, Özil, Cristiano Ronaldo - Benzema

FC Bayern München: Neuer - Lahm, Boateng, Badstuber, Alaba - Luiz Gustavo, Schweinsteiger - Robben, Kroos, Ribéry - Gomez

Schiedsrichter: Viktor Kassai (Ungarn)

kru/news.de/dpa

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