Fußball Bundesliga-Zusammenfassungen auch im Internet

Berlin - Mit dem Erwerb der Internet-Rechte für die Höhepunkte aller Bundesliga-Spiele kommt der Verlag Axel Springer auf dem Weg zum digitalen Medienhaus einen Riesenschritt weiter.Das Geschäft mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) beschert dem «Bild»-Zeitungskonzern ein höchst attraktives Bezahlangebot für das weltweite Netz.

Bundesliga-Zusammenfassungen auch im Internet (Foto)
Bundesliga-Zusammenfassungen auch im Internet Bild: dpa

Tatsächlich war das sogenannte Paket M höchst begehrt. Insgesamt neun Interessenten hatten sich nach DFL-Angaben für diese Rechte beworben, für die der Axel-Springer-Konzern ein «wirtschaftlich vernünftiges Angebot» hinterlegt habe, wie eine Sprecherin sagte, ohne weitere Zahlen nennen zu wollen. Nach dpa-Informationen handelt es sich um etwas mehr als fünf Millionen Euro pro Saison.

Ob für PCs, Tablets oder Smartphones - mit wenigen Klicks können Nutzer von der Spielzeit 2013/14 an das Beste aller Spiele aus der 1. und 2. Liga in bis zu sechs Minuten langen Zusammenfassungen sehen. Ob auf bild.de oder über Apps - die Bundesliga könnte sich als Wachstumsbeschleuniger bei Springers Web-Ambitionen erweisen. Mehr als 30 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftet der Konzern bereits im Internet.

Der Abruf der Höhepunkte soll eine Stunde nach Spielende als Pay-Angebot und ab Mitternacht frei empfangbar möglich sein. Ein konkreter Preis stehe noch nicht fest, sagte die Sprecherin. Bei den Spielen am Freitag und Sonntag werden bereits 60 Minuten nach Abpfiff die Höhepunkte gezeigt, am Samstag laufen die Zusammenfassungen der 15.30-Spiele um 18.30 Uhr, von 21.15 Uhr an folgt das Top-Spiel. Das gleiche gelte für die 2. Liga.

Die Rechtepakete seien «wie gemacht» für die Bezahlstrategie von «Bild», erklärte Donata Hopfen, Geschäftsführerin von Bild digital. Der Erwerb sei ein wichtiger Schritt, um auf allen digitalen Endgeräten ein attraktives Bezahlangebot etablieren zu können. Alfred Draxler, stellvertretender Chefredakteur von «Bild», spricht von der «Bundesliga-Kompetenz» des Boulevardblattes, mit der man die DFL überzeugt habe.

Der Kauf passt auch in die Marschrichtung von Konzernchef Mathias Döpfner, der den Ausbau des Internet-Geschäfts ganz oben auf die Prioritätenliste gesetzt hat. Das Unternehmen will in den nächsten Jahren jeweils die Hälfte seines Umsatzes aus Print und Online erwirtschaften. Der Axel-Springer-Konzern verdiene seine Geld nicht mit dem Bedrucken von Papier, sondern mit Inhalten, hatte Döpfner mehrfach gesagt. Bereits 2011 hatten die digitalen Werbeerlöse mit 791 Millionen Euro entsprechende Erlöse im deutschen Printgeschäft (643 Millionen Euro) überflügelt.

Axel Springer

news.de/dpa

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