TV-Rechte Bundesliga weiter bei Sky und «Sportschau»

Bundesliga weiter in der «Sportschau» (Foto)
DFL-Geschäftsführer Seifert und DFL-Präsident Rauball haben keinen Grund missmutig zu schauen: Die Bundesliga erlöst künftig mit 628 Millionen Euro pro Saison so viel Geld aus den Rechten für die TV-Übertragung wie noch nie zuvor. Bild: dpa

Von Gregor Derichs und Holger Luhmann
Geldregen: Die Bundesliga erlöst aus den TV-Rechten bis 2017 rund 2,5 Milliarden Euro. Auch künftig können die Fußball-Fans Spielzusammenfassungen in der Sportschau sehen. Großer Gewinner der Rechtevergabe ist der Pay-TV-Anbieter Sky, die Telekom ging leer aus.
 

Die vor dem Fernseher sitzenden Fußballfans können in den kommenden Jahren ihre Sehgewohnheiten weitgehend beibehalten. Der Pay-TV-Sender Sky fegte den Konkurrenten Deutsche Telekom beim Poker um die Liveübertragungen vom Spielfeld, im Bereich des frei empfangbaren Fernsehens bleibt die Sportschau der ARD ebenso wie das Sportstudio des ZDF. Auch der TV-Sender Sport1 (früher DSF) erwarb wieder die gleichen Rechte.

DFL mit Rekordgewinn

Diese Ergebnisse präsentierte die DFL am Dienstag in einem Hotel am Flughafen in Frankfurt am Main. Die Vertreter der 36 Vereine der ersten und zweiten Bundesliga genehmigten den Vorschlag des Ligavorstandes einstimmig.

Im deutschen Profifußball bricht ab Sommer 2013 zugleich ein neuer Reichtum aus: Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) erzielte beim Verkauf der audiovisuellen Medienrechte einen unerwartet hohen Zuwachs auf den Rekorderlös von 2,5 Milliarden Euro für vier Jahre. Um mehr als 50 Prozent auf durchschnittlich 628 Millionen Euro pro Spielzeit konnte die DFL ihre Einnahmen ab der Saison 2013/14 steigern. Bisher lagen sie im Schnitt der ablaufenden Rechteperiode bei 412 Millionen, was eine Mehreinnahme von 216 Millionen pro Saison für die Bundesliga-Vereine bedeutet.

Sky sticht Telekom aus

Gar nicht mehr zum Zug kommt künftig hingegen die Telekom, die in der aktuellen, noch bis 30. Juni 2013 laufenden Vertragslaufzeit, über das Internet die TV-Sendung Liga total anbietet. Diese sogenannten IPTV-Rechte für Live-Übertragungen sicherte sich ebenfalls der Sender Sky (früher Premiere), der auch bei den Web- und Mobile-TV-Rechten zugriff.

Neben Sky, ARD, ZDF und Sport1 betrat ein neuer DFL-Partner die Bühne: Der Axel-Springer-Verlag sicherte sich die Rechte an den Highlight-Zusammenfassungen für das Web- und Mobile-TV (Nutzung über Computer und Smartphones).

Wie beim laufenden Vertrag der DFL mit den Unternehmen steigen die Einnahmen kontinuierlich. 560 Millionen werden in der Saison 2013/14 kassiert, danach steigt die Einnahme pro Saison von 615 (2014/15) über 663 (2015/16) auf 673 Millionen Euro in der letzten Spielzeit, die am 30. Juni 2017 endet. «Aus meiner Sicht haben wir einen Quantensprung erreicht», sagte Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball. Er rief die Klubs, die Schulden haben, auf, mit den erhöhten Einnahmen ihre Verbindlichkeiten abzubauen. Er hoffe, dass die Spielergehälter nun nicht inflationär steigen würden, erklärte Rauball.

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wam/news.de/dpa

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