FC Bayern vs. Madrid Das Kräftemessen der Weltstars

Champions League
Gomez trifft und Bayern träumt vom Finale

Ullrich KroemerVon news.de-Redakteur
Diese sechs Zweikämpfe entscheiden das Spiel: News.de blickt vor dem Champions-League-Klassiker FC Bayern München gegen Real Madrid auf die wichtigsten Duelle auf dem Platz. Bange muss dem deutschen Rekordmeister dabei nicht sein.

Philipp Lahm gegen Cristiano Ronaldo: Der Spezialauftrag des Bayern-Kapitäns lautet, Fußball-Egozentriker Cristiano Ronaldo zu stoppen. Auf der Außenbahn werden Lahm, nach seinem abermaligen Wechsel von der linken auf die rechte Seite, und Ronaldo direkt aufeinander treffen. So wird Lahm mehr als in jedem anderen Spiel in dieser Saison vor allem defensiv gefragt sein. «Mir ist nicht angst. Wir werden von Anfang an fighten und alles daran setzen zu gewinnen - und wenn nicht, wenigstens 0:0 zu spielen», sagt der Bayern-Leader. Und mit Bezug auf seinen prominenten Gegenspieler: «Man hat vor diesen Spielern großen Respekt, auch weil ich weiß, wie sehr er dafür arbeitet», sagt Lahm.

Gemeinsam mit Lionel Messi führt Cristiano Ronaldo mit jeweils 41 Treffern die Torjägerliste der spanischen Liga an. In der europäischen «Königsklasse» belegt der Portugiese mit derzeit acht Toren Rang drei hinter Mario Gomez (11) und Lionel Messi (14). «Rekorde sind nicht das, was ich will», kündigte der Portugiese vor dem Europapokal-Klassiker an. Stattdessen strebt er eine Rückkehr in die Allianz Arena für das Endspiel am 19. Mai an: «Ich will die Meisterschaft und die Champions League gewinnen. Das ist mein Ziel.» Der so gut wie fehlerlose Philipp Lahm und seine Abwehrkollegen werden alles dafür tun, ihn daran zu hindern. Aber, warnte Heynckes, es gebe viel mehr Aufgaben als nur die von Lahm gegen den schussgewaltigen Offensivkraftprotz zu bewältigen. «Wir müssen das im Team durchführen, das werde ich den Spielern auch zeigen, wie ich mir das vorstelle», sagte der Bayern-Trainer. Fazit: unentschieden.

Bastian Schweinsteiger gegen Sami Khedira: In der Nationalmannschaft spielen sie Seite an Seite und bilden eines der besten «Sechser»-Duos der Welt. Im Champions-League-Klassiker treffen Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira direkt aufeinander. Schweinsteiger fehlt in dieser Saison wegen einer Serie an Verletzungen (Schlüsselbeinbruch, Außenbandriss, Knöchelverletzung) jedoch der Spielrhythmus. So konnte der emotionale Leader der Bayern nur 19 Spiele in der Liga bestreiten, wurde häufig eingewechselt und konnte auch zuletzt beim 0:0 gegen Mainz wenig Akzente setzen. Khedira musste zwar zu Beginn des Jahres ebenfalls einen Monat pausieren, ist aber nach einigen schwachen Auftritten wieder Stammspieler und richtig in Tritt. Beim 4:1 gegen Atlético Madrid und 3:1 gegen Sporting Gijón überzeugte der Ex-Stuttgarter und geht so mit leichten Vorteilen in das Duell. Noch entscheidender könnte der Leistungsunterschied zwischen dem zweiten Sechserpärchen, Luiz Gustavo und Weltklassekicker Xabi Alonso werden. Fazit: Vorteil Real.

Holger Badstuber und Jerome Boateng gegen Mesut Özil: Bayerns Innenverteidiger-Duo machte in dieser Saison einen stabileren Eindruck als in der vergangenen Spielzeit. Doch genügen Jerome Boateng und Holger Badstuber höchsten Ansprüchen wie dem Kampf gegen Mesut Özil? Der 32 Millionen Euro teure Shootingstar ist an seinen vielen guten Tagen der kreative Kopf der Real-Offensive. Vom Ex-Bremer war vor dem Showdown mit seinem früheren Bundesligarivalen wie so häufig ebenfalls keine Kampfansage zu hören. Wie schon bei seinem Aufstieg auf Schalke, bei Werder und im deutschen Team sucht er in der neuen Heimat abseits des Platzes kaum das Scheinwerferlicht und schwankt in der Beurteilung der Öffentlichkeit zwischen den Extremen. Die Erwartungen an ihn könnten indes nicht größer sein. Selbst Real-Legende Alfredo di Stéfano vertraut vor dem Gigantenduell in der Champions League gegen den FC Bayern München besonders auf die Magie des Zauberers von Öz. «Cristiano Ronaldo und Özil haben ihre Flügel geöffnet, mit ihnen werden sehr viele gute Dinge passieren», kündigte die argentinische Fußball-Ikone für den Auftritt der Madrilenen in der bayerischen Landeshauptstadt an. Mit mehr als 80 Schussvorlagen und 15 Assists ist er in der Primera División sogar zum Topvorbereiter in Spanien aufgestiegen. «Ich bin viel reifer geworden, habe mich entwickelt», stellte Özil kürzlich selbst fest. Fazit: Vorteil Real.

Arjen Robben gegen Fabio Coentrão und Franck Ribéry gegen Álvaro Arbeloa: Wenn Arjen Robben und Franck Ribéry auf den Außenbahnen zur Entfaltung kommen, sind sie nur von wenigen Außenverteidigern der Welt zu stoppen. Vor Fabio Coentrão und Álvaro Arbeloa müssen sich die beiden bestimmt nicht fürchten. Viel wird davon abhängen, wie Bastian Schweinsteiger und Toni Kroos «Robbery» in Szene setzen können. Obwohl beide nach starken Auftritten zuletzt eher nachließen, haben sie klare Vorteile gegen Real, die auf den defensiven Außenbahnen eher ihre Schwachstelle haben. Fazit: zwei Mal Vorteil Bayern.

Mario Gomez gegen Sergio Ramos und Pepe: Vor «El Mario» haben sie in Spanien Respekt. Die elf Champions-League-Treffer von Mario Gomez werden in Spanien ehrfurchtsvoll wahrgenommen. Doch der Bayern-Stürmer wird gegen Reals Top-Innenverteidiger-Duo einen schweren Stand haben. Sergio Ramos ist das Herz der Abwehr der Madrilenen. In den «Clásico»-Duellen gegen den FC Barcelona gibt er stets an der Grenze zum Platzverweis den emotionalen Takt des Teams vor. Neben ihm spielt Pepe ebenfalls eine starke Saison. Gut möglich, dass sich Gomez an diesem Duo die Zähne ausbeißt. Fazit: unentschieden.

Gesamtfazit: unentschieden. Real verfügt mit Cristiano Ronaldo und Mesut Özil über zwei ebenso starke Einzelkönner wie Bayern mit Robben und Ribéry. Entscheidend wird sein, wie Xabi Alonso und Bastian Schweinsteiger im defensiven Mittelfeld ihre Offensivkollegen in Szene setzen können.

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Die voraussichtlichen Aufstellungen:

FC Bayern München: Neuer - Lahm, Boateng, Badstuber, Alaba - Luiz Gustavo, Schweinsteiger - Robben, Kroos, Ribéry - Gomez

Real Madrid: Casillas - Arbeloa, Pepe, Sergio Ramos, Coentrão - Khedira, Xabi Alonso - di Maria, Özil, Cristiano Ronaldo - Benzema

Schiedsrichter: Howard Webb (England)

kru/phs/news.de/dpa

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • putinfanatiker
  • Kommentar 1
  • 18.04.2012 06:55

N I E M A L S schaffen die das !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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