FC Bayern vs. BVB Hoeneß' neuer Feind heißt Watzke

Uli Hoeneß hat einen neuen Feind: Hans-Joachim Watzke. Im TV attackierte der Präsident des FC Bayern den BVB-Geschäftsführer, nannte ihn einen Märchenerzähler und verglich ihn gar mit Erzfeind Willi Lemke. Der Konter von Watzke folgte sogleich.

FC Bayern kontra BVB: Hoeneß nennt Watzke Märchenerzähler (Foto)
Uli Hoeneß schmeckt die neue BVB-Dominanz nicht. Der Bayern-Präsident attackierte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Bild: dpa

Die Meisterschaft in der Fußball-Bundesliga ist so gut wie entschieden. Drei Spieltage vor Schluss liegt Borussia Dortmund acht Punkte vor dem FC Bayern München. Der Präsident des Rekordmeisters Uli Hoeneß machte seinem Ärger am Wochenende mächtig Luft und polterte gegen die Dortmunder und vor allem gegen Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Hoeneß beschimpft Watzke als Märchenerzähler

«Die Märchen, die Herr Watzke erzählt, mit seinen 45 Millionen Personalkosten nächstes Jahr, die kann er jemandem erzählen, der sich nicht im Geschäft auskennt. Das werden wir schon sehen, wenn die Bilanz auftaucht. Der muss aufpassen, dass er nicht der zweite Willi Lemke wird», polterte Hoeneß beim TV-Sender Sky.

Damit spielte er unter anderem auf die Vertragsverlängerung von Mario Götze beim BVB und den Transfercoup mit Marco Reus an. Der FC Bayern habe viel höhere Personalkosten, «aber dafür haben wir auch viel höhere Einnahmen und dafür haben wir hart gearbeitet», sagte der Bayern-Präsident.

Watzke: «Sollen wir extra gegen Bayern verlieren?»

Der Konter von Watzke ließ nicht lange auf sich warten. «Mich wundert sehr, wie dünnhäutig Uli Hoeneß reagiert. Sollen wir künftig extra gegen Bayern verlieren, damit er nicht meckern muss?», sagte er in der Bild-Zeitung. Der BVB hatte den FC Bayern München am vergangenen Mittwoch zum vierten Mal in Folge geschlagen. Watzke weiter: «Ich erzähle keine Märchen, sondern Tatsachen. Unsere Zahlen sind eins zu eins nachlesbar, und die von Bayern sind nun mal rund dreimal höher.»

Seine BVB-Aktie werde Hoeneß demnächst verkaufen. Nicht aus Trotz, sondern weil er als Aktionär enttäuscht sei. «Nachdem sie uns geschlagen haben, ist die Aktie nicht gestiegen, sondern gefallen. Das ist als Aktionär für die Profis ein ganz schlechtes Zeichen.» Watzke hatte Hoeneß zuvor empfohlen, BVB-Aktien zu kaufen.

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Hoeneß: «Journalisten in schwarz-gelber Unterwäsche»

Außerdem schimpfte der Hoeneß über die Medienlage beim BVB. «Die haben zwei, drei Journalisten, die meisten schlafen in gelb-schwarzer Unterwäsche. Die sind ja die größten Jubler, wenn die gewinnen. Wir haben davon in München wenige.»

Der 60-Jährige sprach der Borussia gar ein derzeit internationales Top-Niveau ab. «Bei aller Liebe, was die Dortmunder im Moment haben: Sie haben, glaube ich, etwas hungrigere Spieler, aber sie haben keine Weltklassespieler», so der Bayern-Präsident.

Hoeneß sprach zwar von einer «Supersaison», die die mit acht Punkten vor den Münchnern liegenden Borussen gespielt hätten. «Aber für mich kriegen sie erst dann den Ritterschlag, wenn sie eine Supersaison in der Bundesliga gespielt haben und im internationalen Wettbewerb spielen.»

BVB nur «Vierter in ganz leichter Gruppe»

Einen Tag vor dem Halbfinalspiel seiner Bayern in der Champions League gegen Real Madrid wies Hoeneß anschließend darauf hin, dass die Borussen in dieser Saison «in einer ganz leichten Gruppe» nicht Dritter, sondern Vierter geworden seien. Der BVB war als Deutscher Meister bereits in der Gruppenphase der europäischen «Königsklasse» gescheitert.

Hinter dem FC Arsenal, Bayerns Viertelfinalgegner Olympique Marseille und Olympiakos Piräus hatten die Dortmunder mit nur vier Punkten sogar den Trostpreis Europa League verpasst. «Erst wenn sie diese zwei Dinge in Einklang bringen, wenn sie zeigen, dass sie international mitspielen können, dann sage ich: Chapeau!», betonte Hoeneß.

phs/kru/news.de/dpa

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Leserkommentare (16) Jetzt Artikel kommentieren
  • maurice boysen
  • Kommentar 16
  • 25.04.2012 01:01

Somit ist die Aussage von Uli Hoeneß völlig überzogen und völlig irrelevant...

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  • maurice boysen
  • Kommentar 15
  • 25.04.2012 00:58
Antwort auf Kommentar 14

Warum ewig diese ständigen Aussagen von Uli Hoeneß...wenn Bayern verliert...Fakt ist doch ganz einfach,das Dortmund besser die Saison über gespielt hat...... Bayern München ist doch nicht GOTT..sondern auch nur ein Fussballverein,der nicht ewig gewinnen kann.Und auch wenn die Bayern genug Geld haben,den Meistertitel kann man nicht kaufen...

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  • maurice boysen
  • Kommentar 14
  • 25.04.2012 00:50

Hochmut kommt vor dem Fall....

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