Eishockey Deutschland bei WM ohne NHL-Star Ehrhoff

Deutschland bei WM ohne NHL-Star Ehrhoff (Foto)
Deutschland bei WM ohne NHL-Star Ehrhoff Bild: dpa

Berlin - Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft muss bei der WM auch auf NHL-Star Christian Ehrhoff verzichten. «Der Teamarzt hat mir verboten, bei der WM zu spielen, da meine Verletzung noch nicht ausgeheilt ist», sagte Ehrhoff am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa.

Der Verteidiger der Buffalo Sabres hatte sich vor zweieinhalb Wochen am linken Knie verletzt und befindet sich noch rund drei Wochen in der Reha. Ehrhoff hatte Bundestrainer Jakob Kölliker in dieser Woche eine Absage für das Turnier im Mai in Finnland und Schweden erteilt. Der gebürtige Moerser gehörte bei der famosen Heim-WM 2010, als Deutschland Vierter wurde, zu den besten Spielern des Turniers.

Der mit einem Jahresgehalt von zehn Millionen Dollar best bezahlte NHL-Verteidiger hatte mit Buffalo die Playoffs in der Nordamerika-Liga verpasst und sich Hoffnungen auf einen WM-Einsatz gemacht. «Es wäre eine große Gelegenheit gewesen, für Deutschland zu spielen, das hat mir bislang immer Spaß gemacht. Aber die Gesundheit geht vor», meinte der 29-Jährige. «Ein Spieler seiner Klasse hätte uns natürlich gut getan», so Kölliker.

Dennoch meinte der Coach, ein Ausfall Ehrhoffs sei «kein Weltuntergang und keine Katastrophe». Nun müssten eben andere Spieler einspringen. Anfang der Woche hatte schon Ehrhoffs Teamkollege Alexander Sulzer mitgeteilt, die WM aus persönlichen Gründen nicht zu spielen. In Dennis Seidenberg, Marcel Goc und Thomas Greiss sind noch drei WM-Kandidaten in den NHL-Playoffs vertreten. Der Bundestrainer sagte, erst nach Ausscheiden eines Clubs bei den Cracks anzufragen.

In der WM-Vorbereitung trifft die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) an diesem Freitag und Samstag zweimal auf Tschechien. Gegen den Olympiasieger und sechsmaligen Weltmeister will Kölliker in Budweis vor allem «an den Feinheiten arbeiten». Zuletzt hatte Deutschland mit einem 4:3-Sieg und einer knappen 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen gegen Russland bereits für Aufsehen gesorgt.

«Aber wir müssen noch viel arbeiten, etwa in den Special Teams», meinte Kölliker. «Wir haben in der vergangenen Woche einen Prozess eingeläutet, jetzt wollen wir die Fehler minimieren.»

Nach den beiden Matches wird Kölliker seinen Kader mit potenziellen WM-Fahrern weiter ausdünnen. Dann könnten zugleich neue Spieler der ausgeschiedenen DEL-Halbfinalisten Straubing und Ingolstadt dazukommen. In der nächsten Woche stehen in Kassel und Hannover zwei weitere Testspiele gegen Dänemark auf dem Programm.

news.de/dpa

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