Triathlon Triathlon: WM-Auftakt im Zeichen Olympias

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Triathlon: WM-Auftakt im Zeichen Olympias Bild: dpa

Berlin - Für die deutschen Triathleten wird es ernst. Mit dem Start der World Championsship Series vor dem Opernhaus in Sydney beginnt am Samstag für sie der letzte Teilabschnitt auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in London.

«Die WM steht in diesem Jahr im Hintergrund», meinte Wolfgang Thiel, Sportdirektor der Deutschen Triathlon Union (DTU). Auch Sydney ist nur eine Durchgangsstation. Thiel ist mit sechs Männern und fünf Frauen in der australischen Metropole vertreten. «Es sind zwei unterschiedliche Gruppen», sagte er am Donnerstag. Die eine besteht aus Steffen Justus und Anja Dittmer. Beide müssen ihre Qualifikation für London, die sie sich im vergangenen August auf der Olympia-Strecke im Hyde Park gesichert hatten, durch eine Top 20-Platzierung noch einmal bestätigen. «Es ist für sie nur eine Standortbestimmung, eine Überprüfung ihres Trainings der vergangenen Monate», sagte der Sportdirektor.

Für den Rest sei es «ein Schaulaufen für Madrid», meinte Thiel. Beim WM-Rennen in der spanischen Hauptstadt am 26. und 27. Mai geht es für die deutschen Männer und Frauen um das jeweils letzte Ticket für Olympia. Die DTU-Damen können noch Hoffnungen auf einen dritten Platz im Olympia-Starterfeld hoffen. Dazu müssen entsprechende Platzierungen her. Derzeit hat die Schweiz noch die besseren Karten. «Das wird schwierig. Die Chancen stehen 50:50», sagte Thiel.

Das Sorgenkind der DTU ist in Sydney nicht dabei. Olympiasieger Jan Frodeno kämpft in Saarbrücken weiter gegen seine hartnäckige Wadenverletzung. Eigentlich sollte er in den WM-Rennen in Sydney und San Diego seine Olympia-Qualifikation noch einmal bestätigen. Wann der 31-Jährige in die Saison einsteigt, ist derzeit aber offen.

Frodeno ist nicht der einzige Hauptdarsteller der letzten Jahre, der beim ersten WM-Akt in Sydney fehlt. Weltmeister Alistair Brownlee bereitet sich in seiner Heimat Leeds nach seiner Achillessehnenverletzung auf sein Comeback vor, sein Bruder und WM-Zweiter Jonathan verzichtete ebenfalls auf die Reise. Der WM-Dritte Javier Gomez aus Spanien macht sich bei anderen Rennen fit für Olympia und präsentiert sich erst später in der WM.

«Die Athleten, die Favoriten sind für Olympia, konzentrieren sich voll auf London», sagte Thiel. Auch bei den Damen fehlt in der verletzten Kanadierin Paula Finlay ein Star. Im vergangenen Jahr hatte sie die ersten drei Rennen gewonnen. Sydney ist die erste von neun WM-Stationen. Hamburg ist am 21. und 22. Juli erneut im WM-Kalender. Das Finale ist im Oktober in Auckland in Neuseeland.

World Championship Series, Sydney, englisch

news.de/dpa

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