Volleyball Heißer Kampf um Volleyball-Krone: Titel statt OP-Tisch

Berlin - Die Berlin Volleys gehen am Stock, dennoch ist der Kampf um die deutschen Volleyball-Krone nach dem überraschend deutlichen 3:0 (25:16, 25:13, 25:23)-Sieg im zweiten Finalspiel gegen Generali Haching wieder offen.«Auf allen Schlüsselpositionen haben wir verletzte oder angeschlagene Spieler.

Heißer Kampf um Volleyball-Krone: Titel statt OP-Tisch (Foto)
Heißer Kampf um Volleyball-Krone: Titel statt OP-Tisch Bild: dpa

Drei unserer Leute müssten eigentlich eher auf dem OP-Tisch liegen», erklärte Berlins Manager Kaweh Niroomand in der Max-Schmeling-Halle

In der ersten Partie hatte Haching mit 3:0 dominiert. Diesmal gingen die Bayern trotz der Verletzungsmisere der Berliner sang- und klanglos unter. «Was wir geboten haben, war ja an Peinlichkeit kaum zu überbieten», gestand Generali-Libero Sebastian Prüsener, früher beim Volleys-Vorgänger SCC Berlin unter Vertrag. «Wir sind viel zu verkrampft aufgetreten», kritisierte Haching-Coach Mihai Paduretu. In nur 76 Minuten schmetterten die Berliner den Gegner aus der Halle.

In Scott Touzinksy, Martin Krystof und Paul Carroll spielen drei Berliner Leistungsträger im Finale gehandicapt durch Verletzungen. Der beim überraschenden Halbfinal-Erfolg gegen den Dauermeister VfB Friedrichshafen überragende Finne Urpo Sivula kann wegen eines Innen- und Außenbandrisses nur als Zuschauer auf Krücken gestützt zusehen. Beim Aufwärmen vor dem zweiten Spiel der «Best of five»-Serie knickte dann noch Zuspieler Kawika Shoji mit dem Fuß um und musste kurzfristig durch Routinier Jaroslav Skach ersetzt werden.

«Es ist zum Verzweifeln», klagte Niroomand. Allerdings führte der Tscheche Skach, der 2004 schon den bisher letzten von insgesamt drei deutschen Titeln für Berlin miterkämpft hatte, gegen Haching als Ersatzmann für Shoji derart umsichtig Regie, dass Niroomand zugeben musste: «Manchmal liegt in solcher Situation das Glück auch im Unglück.» 6385 Zuschauern im neuen deutschen Volleyballtempel Schmeling-Halle waren aus dem Häuschen, jetzt wird es kommenden Dienstag auf jeden Fall ein weiteres Spiel in Berlin geben. Zunächst aber hat Haching am Samstag wieder den Heimvorteil.

Berlin sieht sich nun im Vorteil. «Wir sind da in einen Spielrausch geraten, den du einfach brauchst, um solche Spiele zu gewinnen», sagte Volleys-Mittelblocker Felix Fischer. «Diese starke Hachinger Mannschaft darf nicht ins Rollen kommen. Wir haben das zweite Spiel von Anfang an diktiert. Das ist gegen diesen Gegner auch das einzige vernünftige Konzept», meinte Niroomand.

news.de/dpa

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig