Champions League Laserattacken gegen Neuer und Messi

Manuel Neuer (Foto)
Ins Visier genommen: Manuel Neuer wird von Marseille-Anhängern gelasert. Bild: Screenshot news.de (ran.de)

Ullrich KroemerVon news.de-Redakteur
Fiese Blender: Anhänger aus Marseille und Mailand fielen im Champions-League-Viertelfinale wiederholt durch Laserpointer-Attacken gegen Bayern-Keeper Manuel Neuer und Barca-Star Lionel Messi auf. Dabei sind die Strahlen höchst gefährlich.

Manuel Neuer hat keine Probleme mit den Augen. Eine Laserbehandlung, derzeit schwer in Mode, hat der Bayern-Keeper nicht nötig. Und Laserpointer sind dafür wohl auch nicht die richtigen Instrumente. Vielmehr versuchten am Mittwochabend im Champions-League-Viertelfinale zwischen Olympique Marseille und Bayern München (das Spiel samt aller Statistiken zum Nachlesen im news.de-Liveticker) einige «Fans», Neuer mit den grünen Lichtstrahlen kurz vor dem Pausenpfiff die Sicht zu nehmen. Der ließ sich zwar weder blenden noch verunsichern, beschwerte sich jedoch beim Referee. «Es hat schon ein bisschen gestört, aber mir war nur wichtig, dass die Ordner den Mann oder die Frau finden», sagte Neuer.

Champions League
Bayern auf dem Sprung ins Halbfinale

Und auch im zweiten Viertelfinalduell des Abends zwischen AC Milan und FC Barcelona flackerte das grüne Licht, in diesem Fall über das Gesicht von Lionel Messi. Nachdem der weltbeste Fußballer bei der Vorbereitung eines Freistoßes in der 26. Minute «gelasert» wurde, rutschte er aus.

Laserpointer können die Netzhaut irreversibel schädigen

Vor allem in südländischen Stadien tauchen die Laserpointer immer häufiger auf. Dabei irritieren die Strahlen nicht nur, sondern können sogar bleibende Schäden verursachen. «Trifft Laserlicht auf die Netzhaut, kann es in einfachen Fällen zu einer Blendung der Sinneszellen ohne strukturellen Schaden kommen, die sich nach Minuten wieder bessert», schildert Professor Horst Helbig, Direktor der Universitäts-Augenklinik Regensburg, die ersten Symptome.

«Bei stärkerer oder längerer Einwirkung des Laserlichtes auf die Netzhaut kann aber auch ein irreversibler Gewebeschaden auftreten. Der umschriebene Ausfall des Sehens, wie wir ihn nach einer Blendung kennen, bildet sich nicht wieder vollständig zurück. Dies kann zum bleibenden Verlust des zentralen Sehens und der Lesefähigkeit führen», sagt Helbig. Die stark konzentrierte Bündelung des Lichtes - grüne Laserstrahlen sind dabei weit gefährlicher als rote - können bleibende Netzhautschäden bewirken.

Höchste Zeit, dass Fifa, Uefa und auch der DFB vehementer gegen diese fiesen Attacken von den Rängen vorgehen. Auf news.de-Anfrage teilte der Deutsche Fußball-Bund mit: «Natürlich sind die Ordnungsdienste angewiesen, Laserpointer einzuziehen, so sie bei Zuschauern festgestellt werden. Werden Zuschauer mit Laserpointern tätig und identifiziert, kann sie der Verein mit Stadionverbot belegen.» Zudem könne der Klub eine mögliche Vereinsstrafe seitens des DFB-Sportgerichts auf den Verursacher umlegen.

sca/news.de

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • nests
  • Kommentar 1
  • 29.03.2012 16:50

1.Allein den Besitz eines Laserpointers im Stadium unter Strafe stellen..Gesetzgeber ..2. Stadiumzutritt nur bei freiwilliger Kontrolle wie am Flughafen. 3.Der Buechsenwurf ....hier ein Link..... https://en.wikipedia.org/wiki/Borussia_M%C3%B6nchengladbach

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