Formel 1 Vettel und Button kämpfen um Millimeter

Sebastian Vettel und Jenson Button (Foto)
Kampf um Millimeter: Sebastian Vettel und Jenson Button dominieren die Formel 1. Bild: dapd

Von Ralf Loweg
Die Unterschiede zwischen Weltmeister Sebastian Vettel und Herausforderer Jenson Button sind mit bloßem Auge kaum mehr zu messen. Im freien Training in Malaysia lagen die beiden Titelrivalen auf die Tausendstelsekunde gleichauf.

Die Unterschiede zwischen Weltmeister Sebastian Vettel und Herausforderer Jenson Button waren am Freitag mit bloßem Auge nicht mehr zu messen. Nach insgesamt drei Stunden lagen die beiden Titelrivalen im freien Training für das zweite Rennen der neuen Formel-1-Saison am Sonntag in Malaysia auf die Tausendstelsekunde gleichauf.

Allerdings kämpften Vettel und Button nicht um die Tagesbestzeit, sondern um den dritten Platz. Ganz vorne fuhr Buttons Landsmann und McLaren-Teamkollege Lewis Hamilton. Der Brite war 0,361 Sekunden schneller als Rekordweltmeister Michael Schumacher, der im Mercedes überraschend auf den zweiten Rang fuhr.

Vettel: «Das Ziel ist immer der Sieg»

Vettel, der am vergangenen Sonntag zum Saisonauftakt in Melbourne den zweiten Platz hinter Button belegt hatte, will in Malaysia den Spieß umdrehen. «Das Ziel ist immer der Sieg. Wenn ich mit der Maßgabe in ein Wochenende gehen würde, Dritter zu werden, dann wäre das doch traurig», sagte der Red-Bull-Pilot.

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Die Fans jedenfalls dürfen sich auf die nächste Runde des spannenden Duells zwischen Vettel und Button freuen. Der Brite ist trotz aller Euphorie nach seinem Sieg realistisch geblieben. «Ich glaube nicht, dass man nach nur einem Rennen schon davon sprechen kann, der Gejagte zu sein. Wenn du nach 15 Rennen die Weltmeisterschaft anführst, mag das anders sein, aber jetzt konzentrieren wir uns nur auf das jeweils nächste Rennen», sagte Button.

Nico Rosberg rundete die starke Vorstellung von Mercedes am Freitag auf Rang fünf ab. Zum Saisonauftakt hatten technische Defekte und Pannen den Silberpfeilen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Rosberg war nach einem Plattfuß in der letzten Runde nur noch als Zwölfter gewertet worden, Schumacher musste nach elf Runden mit einem Getriebeschaden aufgeben.

Ferrari weiter auf Talfahrt

Für Schumacher geht die Saison ohnehin in Malaysia erst richtig los. Die Strecke vor den Toren der Hauptstadt Kuala Lumpur sei der erste richtige Anhaltspunkt für die wahre Stärke der Rennautos ist. «Diese Strecke mit ihren langsamen und schnellen Kurvenpassagen liefert einen guten Hinweis darüber, wo man steht, daher ist das Rennen in Malaysia immer sehr spannend für uns Fahrer und die Ingenieure», sagte der 43-Jährige.

Norbert Haug wollte das gute Tagesergebnis nicht überbewerten. «Unsere Konzentration galt heute im zweiten Training unseren Tests unter Rennbedingungen, um so den besten Umgang mit den Reifen zu finden», sagte der Mercedes-Sportchef. Aus der Reihenfolge ließe sich aber nicht das Kräfteverhältnis ablesen: «Es gibt mindestens eine Handvoll Teams, die im Rennen gut aussehen können.»

Nico Hülkenberg landete im Force India auf dem 13. Platz. Deutsches Schlusslicht war wie erwartet Timo Glock, der in seinem technisch unterlegenen Marussia nicht über einen 21. Rang hinauskam.

Die Probleme von Ferrari dürften nach den Ergebnissen am Freitag sicherlich nicht weniger geworden sein. Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso (Spanien), der den Traditionsrennstall mit seinem fünften Platz in Melbourne vor einem totalen Fiasko bewahrt hatte, wurde Siebter. Sein Teamkollege Felipe Massa (Brasilien), dessen Tage in Maranello angeblich schon gezählt sein sollen, enttäuschte erneut und landete nur auf dem 17. Rang.

wam/news.de/dapd

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