Biathlon Freundinnen Gössner und Neuner: «Team geworden»

Freundinnen Gössner und Neuner: «Team geworden» (Foto)
Freundinnen Gössner und Neuner: «Team geworden» Bild: dpa

Ruhpolding - Am Super-Wochenende von Ruhpolding sind Miriam Gössner und Magdalena Neuner Biathlon-Rivalinnen, doch außerhalb der Loipe ganz dicke Freundinnen.

«Wir sind ein richtiges Team geworden. Lena hat mir in diesem Jahr unheimlich viel geholfen und mich unterstützt», sagte Miriam Gössner. Sie schwärmt in den höchsten Tönen von ihrer Zimmerkollegin: «Lena ist ein absolut positiver Mensch, das kann man sich nur zum Vorbild nehmen. Es macht einfach Spaß mit ihr.»

Gössner, die einst als potenzielle Nachfolgerin Neuners gehandelt wurde, kam in dieser Saison noch nicht richtig in Tritt. Vor allem am Schießstand patzte sie ein ums andere Mal. Halt und Zuspruch fand sie neben den Trainern bei Magdalena Neuner. «Es ist einfach schön, wenn wir abends zusammen sitzen. Wir reden über alles und das Schöne ist, dass es fast nie um Biathlon geht. Wir quatschen von Männern bis hin zu Klamotten und Schuhen über alles, halt typische Frauengespräche», berichtete Gössner.

Vor dem ersten Start bei der Heim-WM am Samstag im Sprint ist aber auch Miriam Gössner locker und gelöst. Scherzend und herzhaft lachend saß die 21-Jährige am Donnerstag auf dem Pressepodium. Ähnlich wie ihre Freundin zwei Tage zuvor gab sie die Entertainerin und plauderte aus dem Nähkästchen. So sei zum Beispiel derzeit die amerikanische Teenie-Serie «One Tree Hill» der Favorit im Damen-Lager. «Da gibt es richtig süße Typen. Die Serie kann ich nur jedem empfehlen», meinte Miriam Gössner mit einem breiten Grinsen.

Bis zum Schluss haben sie versucht, Rekord-Weltmeisterin Neuner von ihrem Rücktritt abzubringen. Aber vergebens. «Ich hätte mir natürlich gerne gewünscht, dass sie weitermacht. Ich werde traurig sein, wenn sie weg ist und sie sehr vermissen. Aber es wird weitergehen», sagte die Bayerin.

Das frühlingshafte Wetter hat unterdessen die Organisatoren zum Handeln gezwungen. Vor dem Start der Mixed-Staffel wurde am Donnerstag die gesamte Strecke mit Salz präpariert. Regen und warme Temperaturen hatten dem Kurs in den vergangenen Tagen stark zugesetzt. «Ich hoffe, dass die Strecke gut wird. Wir haben unser Möglichstes getan», sagte Wettkampf-Chef Norbert Baier.

Insgesamt 110 Kilogramm Salz wurden ab Mittag von 20 Helfern auf die 2,5-Kilometer Runde gestreut. «Es gibt jetzt in ganz Ruhpolding nur noch Brezeln ohne Salz», sagte Baier scherzhaft. Das Salz hat die Wirkung, dass dem Kunstschnee Wasser entzogen wird. «Damit wird der Schnee härter», sagte Baier. Er hofft darauf, dass der Winter bald zurückkehrt. «Wenn man Salz öfter verwendet, dann wird irgendwann der Kurs zerstört.»

Gleichzeitig läuft bei Biathleten und Technikern die Suche nach dem perfekten Ski auf Hochtouren. «Ich habe noch keinen Ski gefunden, wo ich sagen kann, es ist der absolute Überflieger. Wir sind schon fleißig am Testen und Aussortieren», sagte Miriam Gössner. Bei den 45. Welt-Titelkämpfen steht am Samstag der Sprint-Wettkampf bei den Herren (12.30 Uhr) und den Damen (15.30 Uhr) auf dem Programm. Am Sonntag geht es dann in der Verfolgung um die Medaillen (Herren, 13.15 Uhr/Damen 16.00 Uhr). Durch die Sprint-Titel von Magdalena Neuner und Arnd Peiffer bei der WM 2011 in Chanty-Mansijsk dürfen die DSV-Athleten mit je fünf statt mit vier Teilnehmern starten.

news.de/dpa

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