Volleyball Belgier Heynen neuer Volleyball-Bundestrainer

Berlin - Nach viermonatiger Suche hat der Deutsche Volleyball-Verband endlich einen neuen Männer-Bundestrainer gefunden. Der Belgier Vital Heynen soll die DVV-Auswahl zu Olympia nach London führen.

Belgier Heynen neuer Volleyball-Bundestrainer (Foto)
Belgier Heynen neuer Volleyball-Bundestrainer Bild: dpa

«Er ist ein unglaublich dynamischer Mensch, der Volleyball lebt», sagte DVV-Sportdirektor Günter Hamel der Nachrichtenagentur dpa. Mit der Berufung des 42 Jahre alten Heynen entschied sich der Verband allerdings gegen den Wunschkandidaten der Mannschaft, den ehemaligen Nationalspieler Stefan Hübner. Dieser soll nun neben Ralph Bergmann als Co-Trainer arbeiten.

Verbandschef Werner von Moltke zeigte sich überzeugt, «dass die Drei die Richtigen für die Zukunft sind». Anfang November hatte sich der DVV nach dem Aus in der Vorrunde der Europameisterschaft von Chefcoach Raúl Lozano getrennt. Doch die Suche nach einem passenden Nachfolger gestaltete sich schwierig. Die Mannschaft meldete sich sehr engagiert mit eigenen Vorstellungen zu Wort und plädierte für Hübner. Der Verband aber wollte einen erfahrenen Mann. Mit diesem Spagat habe sich der DVV «ein bisschen schwergetan», sagte Hamel.

Das Team sei über die Kandidaten für den Bundestrainer-Job im Bilde gewesen, versicherte der Sportdirektor. Vor der Bekanntgabe aber seien die Nationalspieler nicht noch einmal befragt worden. Kapitän Björn Andrae sagte: «Jetzt müssen sich alle schnellstmöglich zusammenfinden, was von seiner Seite auch schon geschehen ist, da er den Kontakt zu einigen Spielern bereits gesucht hat.»

Heynen und seine beiden Co-Trainer erhalten Dreijahresverträge. «Die deutsche Mannschaft hat ein sehr hohes Potenzial. Ich habe eine neue Herausforderung gesucht und bin sehr froh, dass sich mir diese Möglichkeit bietet», wurde Heynen in einer DVV-Mitteilung zitiert. Derzeit ist der neue Bundestrainer noch Coach des belgischen Serienmeisters Noliko Maaseik und Technischer Direktor des STV Tilburg. Zudem betreut er das belgische Beachvolleyball-Duo Liesbeth Mouha/Katrien Gielen.

Ganz aufgeben wird Heynen seine Nebenjobs wohl nicht. Der Verband werde ihm Freiräume gewähren, hieß es. Heynen beteuerte indes: «Ich möchte so schnell wie möglich anfangen und werde versuchen, das Team besser zu machen.» Entscheidender Pluspunkt waren Heynens Deutsch-Kenntnisse. Sein argentinischer Vorgänger Lozano war auch an Verständigungsproblemen gescheitert.

Die erste Pflicht des neuen Bundestrainers ist nun die Olympia-Qualifikation. Das Ticket für London kann die deutsche Nationalmannschaft beim Qualifikationsturnier im Mai in Bulgarien oder einen Monat später bei einem Heimturnier in Berlin lösen. «Wir haben nicht viel Zeit und es wird keine leichte Situation, aber ich denke, dass die Mannschaft und auch der Trainer Profi genug sind, um das Optimum rauszuholen», meinte Kapitän Andrae.

Mitteilung

news.de/dpa

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