Bundesliga Ribéry reißt Bayern aus dem Winterschlaf

Franck Ribery reißt Bayern aus dem Winterschlaf (Foto)
Brust raus: Franck Ribéry zeigte gegen Schalke eine furiose Leistung. Bild: dapd

Ullrich KroemerVon news.de-Redakteur
Die Luft an der Tabellenspitze wird dünner: Am 23. Spieltag schüttelten Borussia Dortmund und FC Bayern ihre Konkurrenten im Kampf um den Meistertitel ab. Während Bayern München aus der Lethargie erwachte, bricht der BVB ganz ohne Winterschlaf Rekorde.

Demonstrativer kann man einen Handschlag nicht zelebrieren. Bereits nach 36 Minuten stellte Franck Ribéry vor der versammelten Fußball-Öffentlichkeit klar, dass er erstens in blendender Verfassung ist und zweitens kein Problem mit seinem Trainer Jupp Heynckes hat. Nach seinem artistischen Führungstreffer im Bundesliga-Spitzenspiel gegen Schalke stürmte der Franzose auf Heynckes zu und klatschte krachend ab. Danach ließ er sich von seinem Bruder, seinem Cousin und Freunden an der Tribünenmauer herzen.

In einem seiner besten Saisonspiele rehabilitierte sich Ribéry von den zuletzt dürftigen Leistungen und schoss den harmlosen FC Schalke mit seinem Doppelpack im Alleingang ab. Vor der Partie hatte es eine Aussprache zwischen dem Franzosen und seinem Trainer gegeben. «Ich habe ihm gesagt: Es ist schwer für alle im Moment, ein bisschen Stress, ein bisschen Angst. Wir müssen locker bleiben und spielen wie heute.» Mit Elan, Tempo und kontrollierten Kombinationen spielten sich die Bayern nach dem 0:1 gegen Basel in der Champions League aus der Krise. Aufgerüttelt durch die heftigen Reaktionen auf die zuletzt lust- und einfallslosen Darbietungen wachten die Bayern aus dem Winterschlaf auf.

Bundesliga
Die Tops & Flops des 23. Spieltags

Borussia Dortmund braucht keinen Winterschlaf

Ganz ohne Hibernation, so nennen Biologen den schlafähnlichen Zustand in den Wintermonaten, kam Borussia Dortmund durch die kalten Monate. Seit 17 Bundesligaspielen ist der BVB ungeschlagen, nur drei Spiele davon endeten unentschieden - Vereinsrekord eingestellt. Zuletzt hatten die Schwarz-Gelben in der Liga im September 2011 gegen Hannover 96 verloren. Im Rückspiel am Sonntagabend bezwang das Team von Jürgen Klopp die gefährlichen Niedersachsen nicht nur 3:1 (1:0), sondern setzte ähnlich wie die Bayern gegen Schalke zum wiederholten Male ein Zeichen an die Verfolger. Kein Team der Liga verteilt die Bälle bei den blitzschnellen Gegenstößen derzeit so traumwandlerisch sicher und kreativ wie Kagawa, Blaszczykowski & Co. Die Konkurrenten zerschellen trotz guter Leistungen, wie sie Hannover in der zweiten Hälfte anbot, an der perfekten Dortmunder Symbiose aus Abwehrbollwerk und Offensivspektakel.

Die Art und Weise, wie sich Bayern zurückgemeldet hat und der BVB unbeirrt seine Kreise zieht, zeigt der Konkurrenz klar ihre Grenzen auf. Schalke bewies gegen Bayern, dass die «Königsblauen» noch nicht die Klasse und Konstanz haben, um um den Meistertitel mitspielen zu können. In entscheidenden Partien kann die Mannschaft ihre hervorragenden Individualisten nicht gewinnbringend genug einsetzen. Klaas-Jan Huntelaar enttäuschte ebenso wie Jefferson Farfan oder Raul. Von Erzrivale BVB und der Tabellenspitze ist S04 nun bereits acht Punkte entfernt.

Und die viertplatzierten Gladbacher spielen zwar berauschenden Fußball, müssen sich aber den finanziellen Grenzen des Klubs beugen. Den verletzten Offensivwirbler Patrick Herrmann beispielsweise können die «Fohlen» nicht gleichwertig ersetzen. Gegen den HSV reichte es nach einer der dürftigeren Gladbacher Partien am Freitagabend nur zu einem Remis. Die vor Wochen noch als Vierkampf um den Titel gerühmte Entscheidungsphase in der Bundesliga wird aller Voraussicht nach zu einem Meisterduell zwischen BVB und FCB.

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eia/news.de

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