Fußball Bierhoff: Wollen Pokal wieder nach Deutschland holen

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Bierhoff: Wollen Pokal wieder nach Deutschland holen Bild: dpa

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff hat gut 100 Tage vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine keine Zweifel an der Zielsetzung gelassen.

Kassel (dpa) - Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff hat gut 100 Tage vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine keine Zweifel an der Zielsetzung gelassen.

«Wir wollen den Pokal wieder nach Deutschland holen», sagte Bierhoff beim Amateurfußball-Kongress des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Kassel. «Andreas Köpke und ich können es nicht mehr hören, dass wir die Letzten waren, die einen Pokal gewonnen haben», sagte der frühere Stürmer mit Blick auf den EM-Titel 1996 in England. Im Endspiel gegen Tschechien hatte er die beiden deutschen Treffer beigesteuert.

Auch die schwere Vorrundengruppe mit den Niederlanden, Portugal und Dänemark als Gegner schreckt Bierhoff nicht ab. «Ich bin sogar etwas froh darüber. Alle wissen so, dass es von Anfang an ein hartes Stück Arbeit wird», sagte Bierhoff. Der designierte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach würde für den ersten Titel seit 16 Jahren auch finanzielle Abstriche machen. «Der erste Platz ist mir lieber als ein ausgeglichener EM-Haushalt», sagte Niersbach, der beim Außerordentlichen DFB-Bundestag am Freitag in Frankfurt am Main die Nachfolge von Theo Zwanziger antreten soll.

Dem Treffen der Landesverbände wohnte Niersbach drei Tage lang bei. «Es war für mich eine Selbstverständlichkeit, hier zu sein. Eine bessere Vorbereitung auf den DFB-Bundestag hätte ich mir nicht wünschen können», sagte der bisherige Generalsekretär. Von den Vertretern der Basis bekam Niersbach auf den Fluren des Hotels La Strada viel Zuspruch. «Wir waren mit ihnen als Generalsekretär absolut zufrieden und ich bin mir absolut sicher, dass das auch als Präsident so sein wird», sagte ein Vertreter des Bayerischen Fußball-Verbandes, als er sich von Niersbach verabschiedete.

Der designierte Nachfolger von Zwanziger vermied es über seine Ziele, Wünsche und Erwartungen als neuer DFB-Präsident zu sprechen. Stattdessen unterstrich er den hohen Wert der Arbeit an der Basis, auch und vor allem für die Nationalmannschaft. «Unsere 25 Nationalspieler wurden in 65 verschiedenen Vereinen ausgebildet. Von Ihnen, von euch», rief er den Amateurvertretern zu. «Da geht einem das Herz auf.»

Auch Bierhoff hob die Bedeutung des Amateurbereiches für die Nationalmannschaft hervor. «Besorgt uns weiter viele gute und interessante Spieler», appellierte der Nationalmannschafts-Manager an dir rund 300 Zuhörer. Flaggschiff des größten Sportverbandes der Welt bleibe aber natürlich die Nationalmannschaft, unterstrich Niersbach. «Unser Team hat ein Wahnsinns-Ansehen in der Wirtschaft. Und davon profitieren auch sie an der Basis.»

news.de/dpa

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