Handball Klimovets-Einsatz kostet Wetzlar zwei Punkte

Klimovets-Einsatz kostet Wetzlar zwei Punkte (Foto)
Klimovets-Einsatz kostet Wetzlar zwei Punkte Bild: dpa

Der unerlaubte Einsatz von Andrej Klimovets hat den Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar zwei Punkte am Grünen Tisch gekostet und wird ein juristisches Nachspiel haben.

Frankfurt (dpa) - Der unerlaubte Einsatz von Andrej Klimovets hat den Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar zwei Punkte am Grünen Tisch gekostet und wird ein juristisches Nachspiel haben.

Die Spielleitung des Ligaverbandes HBL erkannte den Hessen den 26:25-Erfolg vom 8. Februar gegen Frisch Auf Göppingen ab, weil der Kreisläufer keine gültige Spielerlaubnis hatte. Das teilte die HBL mit.

«Wir werden alle juristischen Mittel ausschöpfen, um die zwei Punkte zurückzubekommen», sagte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp bei hr-online. Die Partie wird mit 0:2 Punkten und 0:0 Toren gegen Wetzlar gewertet. Zudem müssen die Wetzlarer eine Geldstrafe bezahlen. Diese beträgt jedoch nur 50 Euro. Gegen das Urteil kann der Club binnen 14 Tagen Einspruch beim Bundessportgericht des Deutschen Handballbundes (DHB) einlegen. «Das werden wir auch tun», betonte Seipp.

Klimovets hatte am 6. Februar von der HBL die Spielberechtigung für Wetzlar erteilt bekommen. Grundlage dafür war, dass für den Weltmeister von 2007 keine Spielberechtigung für einen anderen Verein vorlag. Der 37-jährige Klimovets und der Club hatten dies schriftlich erklärt. Jedoch bestand für den gebürtigen Weißrussen seit dem 7. September 2011 eine Spielberechtigung für den Regionalligisten TSG Hassloch. Damit war die Spielerlaubnis für Wetzlar unwirksam.

«Das ist ein extrem ärgerlicher Vorgang. Hätte er sich abgemeldet, wäre das alles gegangen», sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann. Außer in dem Spiel gegen Göppingen war Klimovets nicht noch einmal für Wetzlar aufgelaufen. Besonders ärgerlich für den Kreisläufer: Wegen des Meldefehlers kann er nach Auskunft der HBL in dieser Saison für keinen der beiden Vereine mehr eingesetzt werden.

In dem Beschluss der Liga wurde deutlich gemacht, dass das Versäumnis beim Spieler und nicht beim Verein liege. «Doch wir schlagen uns auf die Seite von Andrej. Er hatte uns glaubhaft versichert, dass er dem anderen Verein mitgeteilt hatte, nicht für diesen spielen zu wollen, sondern nur für uns. Er war anschließend davon ausgegangen, dass die TSG sich um die Abmeldung kümmern würde«, ergänzte Seipp.

news.de/dpa

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig