Jan Ullrich wurde wegen Dopings verurteilt. Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus. DOSB-Präsident Thomas Bach begrüßt das Urteil und hofft, dass Ullrich nun einsichtig ist. Für Ex-Kollege Marcus Burghardt bleibt er «der sympathischste Sportler».
Thomas Bach (Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes und IOC-Vizepräsident): «Der DOSB begrüßt, dass jetzt Klarheit herrscht. Das CAS-Urteil ist deutlich. Es ist bedauerlich, dass Jan Ullrich nicht vorher die Chance ergriffen hat, um von sich aus Klarheit zu schaffen. Wir hoffen auch in seinem eigenen Interesse, dass er zumindest jetzt einsichtig ist und sich entsprechend erklärt. Dieses Urteil hat gerade im Zusammenhang mit der Contador-Entscheidung abschreckende Signalwirkung.»
Rolf Aldag (langjähriger Telekom-Teamkollege von Ullrich): «Das CAS-Urteil war ja nicht so spannend. Viel interessanter wird, wie sich Jan dazu äußert. Er wird wissen, was er sagen kann. Auf jeden Fall ist es natürlich albern, dass solch ein Urteil erst sechs Jahre nach seinem letzten Rennen ergeht. Vielleicht fordert jetzt jemand von mir mein von Ullrich erhaltenes Preisgeld für den Tour-de-Suisse-Sieg 2006 zurück. Es dürfte sich so in etwa um 1000 Euro handeln. Bei der Tour 2005 war ich verletzt.»
Jens Voigt (Radprofi): «Ich nehme an, die Sperre wird ihn nicht sehr bedrücken. Es ist ganz gut, dass jetzt ein Schlussstrich gezogen wurde. Es liegt jetzt an ihm, sich zu äußern und das zu sagen, worauf die Fans warten.»
Marcus Burghardt (ehemaliger Telekom-Teamkollege von Ullrich via Twitter): «Ziemlich schlechte Nachrichten zur Cas-Entscheidung gegen Jan Ullrich. Aber für mich ist und bleibt er der sympathischste Sportler.»
Tony Martin (Zeitfahr-Weltmeister 2011): «Ad hoc möchte ich mich dazu nicht äußern. Ich müsste erst genau die Urteilsbegründung lesen.»
Udo Sprenger (Vizepräsident Bund Deutscher Radfahrer): «Wir konzentrieren unsere Kräfte nun voll auf die Zukunft des deutschen Radsports und die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele.»
phs/news.de/dpa
Wir haben uns alle gern der Illusion hingegeben, dass Höchstleistungen mit Müsli und Milch zu schaffen sind - mittlerweile wissen wir wie es in der Spitzenklasse zumindest ausgesehen hat. Da hat absolute Chancengleichheit geherrscht!!! Die Leistung unter Vergleichbaren zu bestehen ist also immer noch überragend. Nicht vergleichbar ist, was man mit dem Menschen macht. Andere Radprofis mit ähnlichem Hintergrund sitzen schon längst wieder im Sattel und werden umjubelt als wäre nie was gewesen.Hört bitte endlich auf Jan dafür zu bestrafen, dass wir die Realität nicht sehen wollten.
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