Bundesliga FC Bayern holt Supertalent Shaqiri

FC Bayern holt Supertalent Shaqiri aus Basel (Foto)
Der FC Bayern München hat das Rennen um Xherdan Shaqiri gewonnen. Der Schweizer wechselt im Sommer vom FC Basel an die Isar. Bild: dapd

Von Tobias Erlemann
Der FC Bayern München lässt die Muskeln spielen - und verpflichtet Muskelprotz Xherdan Shaqiri vom FC Basel. Der Rekordmeister und die Bundesliga dürfen sich im Sommer auf ein Ausnahmetalent freuen. Der HSV will Shaqiris Teamkollegen und Kumpel Granit Xhaka.

Mit dem Vertrag für Xherdan Shaqiri bis 2016 beim FC Bayern München ist eine wilde Jagd auf den 20-Jährigen zu Ende gegangen. Manchester United, Inter Mailand, Galatasaray Istanbul und weitere Top-Klubs standen Schlange beim FC Basel, um den Jungstar zu verpflichten.

Doch der Stürmer hat sich für den FC Bayern entschieden, dem der «Kraftwürfel» eine Ablösesumme von neun bis zehn Millionen Euro wert ist, die sich durch Sonderzahlungen auf zwölf Millionen erhöhen könnte.

Shaqiri: Beidfüßig, schnell, trickreich

«Ich würde mich als Nummer 10 bringen», sagt Shaqiri, der eine Mischung aus Künstler und Powerpaket ist. «Quadratisch, praktisch, gut» wäre ein passender Werbeslogan für den nur 1,69 Meter großen «Shaq». Mit einem Oberschenkelumfang von 60 Zentimetern und einer Wade von 41,5 Zentimetern sticht der Basler sogar «Muskelprotz» Roberto Carlos aus (58,5 cm Oberschenkel/41 cm Wade).

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Wie Carlos spielt Shaqiri auf der Außenbahn beim FC Basel, allerdings offensiv. Er ist beidfüßig, schnell, trickreich und ausgestattet mit geballter Energie, die er bei seinen gefährlichen Weitschüssen zeigt.

Shaqiri wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf

Galatasaray Istanbul und Zenit St. Petersburg boten bis zuletzt mit für Shaqiri. Doch wer ihn kennt, weiß, dass er auf Statussymbole steht; privat und nun mit seiner Klub-Wahl. Er fährt einen VW Touareg R50. Halskette, «Brilli» im Ohr und trendige Mode sind ihm wichtig. Seinen Eltern kaufte er eine topmoderne Wohnung.

«Ich weiß aber, wie es auf der anderen Seite des Lebens aussieht», sagt Shaqiri, der in ärmlichen Verhältnissen auf einem Bauernhof am Rande von Basel aufwuchs. Geboren wurde er im damals jugoslawischen Gjilan. Als Kind zog er mit seinen Eltern aus dem Kosovo in die Schweiz. «Ich habe die Schweizer Mentalität übernommen, bin in diesem Land aufgewachsen. Mit meinen Eltern rede ich aber weiterhin albanisch», sagt Shaqiri.

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Schweizer will FC Bayern ein Bein stellen

Der Star des FC Basel, dem nächsten Gegner der Münchner in der Champions League, liebt das Rampenlicht. Den FC Bayern findet er gut, aber der FC Barcelona ist sein Traumverein. «Barca ist noch eine Nummer zu groß für mich. Um bei so einem Klub zu bestehen, fehlt mir noch viel», sagte der Nationalspieler, den Trainer Ottmar Hitzfeld mit zur WM 2010 nahm, in einem Interview mit der Berner Zeitung.

Als nächstes würde er seinem künftigen Verein gerne ein Bein stellen. «Wir haben gegen Manchester United gezeigt, was möglich ist. Auch gegen Bayern sind wir im Achtelfinale nicht chancenlos», sagt Shaqiri zu den Duellen in der Königsklasse am 22. Februar und 13. März.

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HSV und Fink wollen Granit Xhaka

Der FC Basel wird derweil immer mehr zur Talentgrube der Bundesliga. Leverkusen holte Eren Derdiyok, die Bayern nun Shaqiri. Ein weiteres Objekt der Begierde heißt Granit Xhaka, den Thorsten Fink unbedingt zum Hamburger SV lotsen möchte. Mit seinen 19 Jahren besticht der zentrale Mittelfeldspieler vor allem durch seine Ruhe am Ball und sein ausgezeichnetes Passspiel. «Er ist sehr reif für sein Alter und technisch ausgezeichnet. Er erinnert mich an Bastian Schweinsteiger», sagt Hitzfeld. Auch Xhaka wurde in Gjilan im heutigen Kosovo geboren.

Shaqiri und Xhaka sind eng befreundet und haben gemeinsam viele Hindernisse überwunden. So wurde Shaqiri oft für zu klein befunden. Xhaka hingegen hatte schon in der Jugend viele Verletzungsprobleme. Der Offensivspieler würde gerne zum HSV wechseln. Fink habe ihn als Basel-Coach immer gefördert. «Das verbindet», sagt er. Und ohne den extrovertierten Kumpel «Shaq» macht Basel einfach weniger Spaß.

phs/wam/news.de/dapd

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