Doping-Urteil Radprofi Contador für zwei Jahre gesperrt

Alberto Contador (Foto)
Vorhang zu für Alberto Contador: Der spanische Tour-Held wird für zwei Jahre gesperrt. Bild: dapd

Vorhang zu für Spaniens Radsportheld: Alberto Contador wurde vom Internationalen Sportgerichtshof rückwirkend für zwei Jahre gesperrt. Damit wird ihm der Gesamtsieg bei der Tour de France 2010 aberkannt. Ein überraschendes Urteil nach einer monatelangen Hängepartie.

Der Tour-de-France-Seriensieger Alberto Contador ist vom Internationalen Sportgerichtshof zu einer Zweijahressperre bis zum 5. August dieses Jahres verurteilt worden. Das dreiköpfige Richtergremium erkannte eine Doping-Absicht, wie der Weltverband UCI bestätigte. Für die Urteilsfindung benötigte das Gremium 18 Monate. Das Wettkampfkomitee des spanischen Verbandes hatte Contador im Februar 2011 freigesprochen. Gegen dieses Urteil legten die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) und der Radsport-Weltverband UCI Einspruch vor dem CasInternationaler Sportgerichtshof ein.

Der Spanier wird rückwirkend vom 21. Juli 2010 an gesperrt und ist ab dem 6. August 2012 wieder startberechtigt. Damit finden in diesem Jahr sowohl die Tour als auch die olympischen Straßenrennen in London ohne den 29-Jährigen statt. Alle Resultate Contadors seit der Tour 2010 werden nachträglich aberkannt. Damit wird dessen Toursieg 2010 dem Luxemburger Andy Schleck zugesprochen. Contadors Giro-Sieg 2011 geht an den Italiener Michele Scarponi über.

Der 29-jährige spanische Radprofi war am 21. Juli 2010 am zweiten Ruhetag der Tour überführt worden, das als Kälbermastmittel verwendete ClenbuterolDer Arzneistoff Clenbuterol wird zur Behandlung von Asthma eingesetzt, kam aber bereits Anfang der 1990er Jahre wegen des illegalen Einsatzes in der Kälbermast sowie als Dopingmittel in Verruf. eingenommen zu haben. Contador hatte für die positive Analyse ein verunreinigtes Steak verantwortlich gemacht und Doping stets bestritten.

«Das ist ein trauriger Tag für den Sport. Manche werden von einem Sieg reden, aberdas ist nicht der FallEs gibt beim Thema Doping keine Gewinner. Jeder Fall ist ein Fall zu viel», sagte UCI-Präsident McQuaid. Er hatte noch nach der Einstellung des Verfahrens gegen Lance Armstrong am Wochenende von einer besseren Zukunft für den Radsport gesprochen.

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kru/news.de/dapd

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