Golfstar Martin Kaymer «Tiger Woods darf man nie abschreiben»

Martin Kaymer (Foto)
Deutschlands Golf-Boss: Martin Kaymer. Bild: dpa

Für den deutschen Golfstar Martin Kaymer beginnt in dieser Woche in Abu Dhabi die Saison. Bei dem Versuch zum Titel-Hattrick im Emirat konkurriert er auch mit Tiger Woods. Kaymer über den kriselnden Topstar und seine Träume für 2012.

Herr Kaymer, nach fast acht Wochen Pause starten Sie in dieser Woche in das neue Golfjahr. Mit welchen Zielen gehen Sie in die Saison?

Martin Kaymer: Dieses Jahr möchte ich die Major-Turniere besser spielen als in der letzten Saison und mich in der Weltspitze etablieren. Klasse wäre es auch, wenn es dieses Jahr bei mir endlich mit dem Hole-in-OneHole-in-One bedeutet im Golf das erfolgreiche Spielen einer Bahn mit einem einzigen Schlag, also das Einlochen des Abschlags. Ein Hole-in-One gelingt sehr selten, ein solcher Glückstreffer wird entsprechend beachtet und gefeiert. klappen würde.

Wie haben Sie in der langen Weihnachts- und Winterpause abgeschaltet und regeneriert?

Kaymer: Eine Woche konnte ich in der Dominikanischen Republik mit meinem Bruder Phillip ausspannen, der dort zuvor ein Golfturnier spielte. Danach ging es für uns noch auf einen kleinen Roadtrip in die USA. Wir hatten viel Spaß! Ich bin dann gleich in den Staaten geblieben und mein Training für die kommende Saison in Scottsdale lief seitdem auf Hochtouren.

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Wie wichtig wäre ein erfolgreicher Start in Abu Dhabi?

Kaymer: Ein erfolgreicher Start gibt einem viel Selbstvertrauen und Rückenwind für die nächsten Wochen. 2008, 2010 und 2011 konnte ich das Turnier gewinnen. Ich fühle mich auf dem Platz in Abu Dhabi sehr wohl.

Was war Ihr schönster Golf-Moment 2011?

Kaymer: Wenn ich einen Moment festhalten muss, dann wäre das mein Sieg bei der World Golf Championship in Schanghai. Dort habe ich mit meiner vielleicht besten Runde im Jahr den Sieg errungen. Ein toller Moment!

Und wenn Sie die gesamte Saison betrachten?

Kaymer: Insgesamt betrachtet waren die acht Wochen an der Spitze der Weltrangliste schon überwältigend. Als der Beste in seiner Sportart zu gelten, wow, das war ein Wahnsinnsgefühl und ist nun ein Fakt für die Ewigkeit. Das kann mir keiner mehr nehmen.

Was war die größte Enttäuschung?

Kaymer: Die größte Enttäuschung war für mich mein Abschneiden bei den US PGA Championships. Als Titelverteidiger am Cut zu scheitern, tat schon weh.

Im letzten Jahr haben Sie erstmals eine Saison als etablierter Topstar gespielt. War das eine besondere Belastung und was haben Sie daraus gelernt?

Kaymer: Das war schon eine neue Situation für mich. Man spürte den steigenden Respekt der Kollegen bei den Turnieren, aber die Erwartungshaltung insgesamt ist auch größer geworden. Man wird kritischer beäugt. Aber ich lasse mich von so etwas nicht verrückt machen. Das Spiel ist ja immer noch das Gleiche.

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