Andreas Rüttenauer «taz»-Sportredakteur will DFB-Präsident werden

Revolution von der Basis: taz-Sportredakteur Andreas Rüttenauer tritt bei der Wahl um das Amt als DFB-Präsident gegen Wolfgang Niersbach an. Rüttenauers anarchistischer Traum: Eine Urwahl, bei der alle Fußballer ihren Präsidenten wählen können.

Andreas Rüttenauer will DFB-Präsident werden (Foto)
taz-Sportredakteur Andreas Rüttenauer will Wolfgang Niersbach Konkurrenz machen und um das Amt des DFB-Präsidenten kandidieren. Bild: youtube(screenshot)

Jüngst sorgte Ex-Fußballstar Eric Cantona mit seiner angeblichen Kandidatur als französischer Staatspräsident für Aufsehen, nun probt die taz den Aufstand gegen das Fußball-Establishment. Wie das Berliner Blatt per Pressemitteilung bekanntgab, will Sportredakteur Andreas Rüttenauer im März bei der Wahl des Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) als Gegenkandidat zu Wolfgang Niersbach antreten.

taz-Sportredakteur erklärt seine Motivation

«Ein kleiner Kreis von Funktionären bestimmt, wer einen Verband leitet, dem über 6,5 Millionen Mitglieder angehören», erklärt Rüttenauer seine Motivation. «Dass es so etwas im Deutschland des Jahres 2012 geben kann, ist ein handfester Skandal.»

Designierter DFB-Boss: Der steile Aufstieg des Wolfgang Niersbach

«Die Urwahl des Präsidenten durch die organisierten Fußballerinnen und Fußballer ist eines meiner vordringlichen Ziele», sagt Rüttenauer. «Am Ende dieses Wettstreits müsse der Präsident nicht Andreas Rüttenauer heißen. Aber wenn ich das Gefühl habe, da ist ein Mann oder eine Frau an der Spitze des Verbandes, der oder die wirklich den deutschen Fußball repräsentiert, dann bin ich ein glücklicher Mann.» Sehen Sie hier das Video zur Kandidatur.

Rüttenauer mit Manifest 2020 gegen Niersbach

Rüttenauer geht mit seinem Manifest 2020 in den Wahlkampf gegen Niersbach. Dort heißt es unter anderem: «Wir haben das Gefühl, der Fußball könnte uns entgleiten. Eine Handvoll Funktionäre bestimmt über unsere große Liebe, über unseren Sport. Das wollen wir ändern. Wir wollen den Fußball wieder zu einer Graswurzelbewegung machen.»

Der Fußball brauche mehr Demokratie, fordert der Sportjournalist. «Die Vereine, die Mitglieder, auch die der kleinen Klubs, sollen entscheiden können, wer im deutschen Fußball das Sagen hat», so Rüttenauer weiter. Das ausführliche Interview zu (PR-Gag?)-Kandidatur erscheint in der Samstagsausgabe der taz.

kru/phs/news.de

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