Motorsport Comeback mit Hindernissen: Rallye-Mythos «Monte»

Comeback mit Hindernissen: Rallye-Mythos «Monte» (Foto)
Comeback mit Hindernissen: Rallye-Mythos «Monte» Bild: dpa

Saisonstart mit Hindernissen: Auch die Rückkehr des Mythos Monte Carlo in den Rennkalender kann die Notlage der Rallye-WM zum Auftakt der neuen Saison nicht überdecken.

Monte Carlo (dpa) - Saisonstart mit Hindernissen: Auch die Rückkehr des Mythos Monte Carlo in den Rennkalender kann die Notlage der Rallye-WM zum Auftakt der neuen Saison nicht überdecken.

Vor den ersten Wertungskilometern im Fürstentum stellt der kurzfristige Bruch mit dem Rechtevermarkter den Automobilclub de Monaco (ACM) vor Probleme. TV-Bilder, Zeitnahme und das Tracking-System für die Teilnehmer mussten noch in letzter Minute vor dem ersten der 13 Saisonläufe in Eigenregie abgesichert werden.

«Der ACM hatte keine andere Wahl», teilte der Ausrichter der einst schillernden Rallye Monte Carlo säuerlich mit. Erst Anfang Januar hatte der Automobil-Weltverband FIA die Notbremse gezogen und den Vertrag mit Vermarkter North One Sport wegen nicht erfüllter Zusagen gekündigt. Ihr Comeback im WM-Programm nach dreijähriger Auszeit hatten sich die Monegassen etwas anders vorgestellt.

Immerhin genießt der Klassiker am Mittelmeer ein Jahr nach seinem 100. Geburtstag in Motorsport-Kreisen noch immer einen guten Ruf. «Die 'Monte' ist die Mutter aller Rallyes überhaupt», sagte VW-Motorsportdirektor Kris Nissen vor der 80. Auflage der Rallye im Steuerparadies. «Sie ist mit ihren wechselhaften Bedingungen mit Asphalt, Eis und Schnee eine der schwierigsten Veranstaltungen im Kalender.»

Für VW beginnt in Monte Carlo die nächste Etappe auf dem Weg zurück in die Rallye-Königsklasse. Der niedersächsische Autobauer tritt 2013 mit dem Polo R WRC in der WM an. In diesem Jahr will VW mit zwei Skoda Fabia in der kleineren SWRC-Kategorie testen. Dafür wurde mit dem Franzosen Sébastien Ogier ein Top-Pilot verpflichtet. «Für uns geht es in diesem Jahr vor allem darum, Erfahrung zu sammeln und parallel den Polo zu entwickeln, um 2013 mit einem schlagkräftigen und konkurrenzfähigen Paket anzutreten», erklärte der WM-Dritte der Vorsaison.

Als Titel-Favorit startet wie so oft Rekordchampion Sébastien Loeb im Citroën. Seit 2004 ist er in der WM ungeschlagen. Der achtmalige Weltmeister entschied auch das bislang letzte WM-Gastspiel in Monte Carlo für sich. Insgesamt hat der Franzose in Monaco schon fünfmal gewonnen. Sein Co-Pilot Daniel Elena stammt aus dem Mini-Staat an der Côte d' Azur. «Es ist drei Jahre her, seit ich das letzte Mal diese Rallye gefahren bin. Ich zweifle aber nicht an meinen Fähigkeiten, da wir seit dem Saisonfinale nicht aufgehört haben zu fahren», sagte Loeb vor dem Auftaktrennen.

Sein Hauptrivale könnte in diesem Jahr aus dem eigenen Team kommen. Von Ford wechselte der finnische Vize-Weltmeister Mikko Hirvonen zu den Franzosen. Siegchancen werden wie im Vorjahr auch dem Ford-Team um Jari-Matti Latvala und Neuzugang Petter Solberg zugeschrieben. Unter den 89 genannten Teams sind nur der Stuttgarter Wolf-Dieter Ihle und seine Chemnitzer Beifahrerin Claudia Harloff die einzigen Deutschen. Ihr Heimspiel bei der Rallye Deutschland ist als neunter WM-Lauf für den 22. bis 26. August angesetzt.

news.de/dpa

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