Im Weißen Haus Dirk Nowitzki scherzt mit Barack Obama

Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks sind in Washington von Barack Obama empfangen worden. Sieben Monate nach dem erstmaligen Titelgewinn in der NBA überreichte der Basketball-Superstar dem US-Präsidenten ein «Mavs»-Trikot.

Dirk Nowitzki und Barack Obama (Foto)
Der MVP bei Mr. President: Dirk Nowitzki trifft Barack Obama. Bild: dpa

Große Ehre für Basketball-Star Dirk Nowitzki: Gemeinsam mit seinem NBA-Meisterteam Dallas Mavericks ist der Würzburger im Weißen Haus empfangen worden. US-Präsident Barack Obama war am Montag bei dem Treffen im East Room des Weißen Hauses so guter Laune wie lange nicht mehr. Obama lobte während einer Zeremonie Trainer Rick Carlisle und die Mavericks-Stars für ihren Sieg über die Miami Heat in sechs Playoff-Finalspielen im vergangenen Juni.

Während des Treffens, das in lockerer Atmosphäre stattfand, zeigte sich der mächtigste Mann der Welt zum Scherzen aufgelegt. Als Nowitzki vor 13 Jahren in die nordamerikanische Profiliga kam, sei er das «skinny kid aus Germany» gewesen - der dünne Junge aus Deutschland. Obama grinst breit, die Zuschauer im Festsaal lachen laut auf. «Aber er ist ein harter Kerl», setzt Obama nach. Bekanntlich habe Nowitzki es geschafft, bei einer wichtigen Partie trotz 38,3 Grad Fieber für seine Mavericks zu spielen - aus dem Zuschauerraum im East Room kommt ein anerkennendes Raunen. Solche Härte gefällt in den USA.

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Nowitzki - grauer Anzug, leicht lila eingefärbte Krawatte samt passendem Einstecktuch - revanchiert sich artig. Und mit Humor. Er überreicht dem Präsidenten ein blaues Basketballtrikot mit der Nummer 23 - in Anspielung auf Michael Jordan. Der frühere Superstar hatte mit dieser Zahl auf dem Rücken einst für die Chicago Bulls gespielt. Obama wohnte früher in Chicago und ist ein eingefleischter Fan der Bulls. «Im nächsten Jahr begrüße ich hier die Bulls», witzelt Obama. «Obwohl sie mir sagen, ich soll da nicht allzu sicher sein.»

Nowitzki denkt über US-Staatsbürgerschaft nach

US-Präsident Obama hatte die Mavs vor sieben Monaten nach deren NBANational Basketball Association (NBA) ist die nordamerikanische Basketball-Profiliga. -Titelgewinn nach Washington eingeladen. Vor der Visite im Weißen Haus hatte Nowitzki öffentlich darüber nachgedacht, eines Tages die US-Staatsbürgerschaft anzunehmen. Der Zeitung Dallas Morning News sagte der 33-Jährige: «Wenn ich in den Staaten bleibe, dann würde es vielleicht Sinn machen. Ich muss sehen, wie die Situation ist, aber es ist etwas, über das ich nachdenke.» Beide Staatsbürgerschaften besitzt seit knapp zwei Jahren Tennisprofi Tommy Haas. Der gebürtige Hamburger ging wegen seines Sports schon als Elfjähriger nach Florida und siedelte zwei Jahre später endgültig in seine Wahlheimat über.

Dallas-Neuzugang Lamar Odom hatte einen Empfang beim mächtigsten Mann der Welt zuvor bereits mit seinem früheren Klub Los Angeles Lakers miterlebt: «So etwas ist ein Sahnehäubchen, das die Mannschaft nie vergessen wird.» Mavericks-Spielmacher Delonte West durfte nicht am Treffen mit dem Präsidenten teilnehmen. Er wurde vor zwei Jahren bei einer Verkehrskontrolle festgenommen, weil er unter Medikamenteneinfluss gefahren war und fiel beim routinemäßigen Hintergrundcheck durch das Sicherheitspersonal des Weißen Hauses durch.

Nach der Visite bei Obama flogen die Mavericks weiter zu ihrem nächsten Spiel. Am Dienstag tritt Dallas zunächst in Detroit an, am Mittwoch spielt der amtierende Meister, der bisher nur vier seiner neun Saisonspiele gewonnen hat, in Boston.

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phs/kru/news.de/dpa/dapd

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